Natur verbindet, Natur hilft – Zoo Osnabrück unterstützt Kinder in Argentinien Neues Projekt sammelt Spenden für Kinderheim und Zoo Unter dem Titel „Natur verbindet, Natur hilft – Zoo Osnabrück unterstützt Kinder in Argentinien“ verbirgt sich ein besonderes Projekt: Per Live-Videokonferenz lernen argentinische Kinder in einem Kinderheim die Osnabrücker Zootiere kennen und lieben. So möchten die Verantwortlichen den Kindern in der schweren Zeit helfen und gleichzeitig Spenden für sie, das Kinderheim und den zurzeit geschlossenen Zoo sammeln. „Das Maria Luisen Kinderheim in der Nähe von Buenos Aires gibt jährlich etwa 40 Kindern ein Zuhause, die Gewalt oder Missbrauch erfahren haben. Da ich selbst erfahren habe, was derartige Erlebnisse der Kinderseele antun, weiß ich gleichzeitig, wie wichtig Natur und Tiere im Heilungsprozess sind – deswegen unterstützen wir dieses Projekt“, berichtet John McGurk, Mitarbeiter im Zoo Osnabrück und zuständig für Charityprojekte. Im Rahmen des Projekts lernen die Kinder in Argentinien über eine Live-Internetverbindung die Tiere des Osnabrücker Zoos kennen. So landen sie per Kamera und Computer quasi im Gehege der Tiere, sprechen mit den Tierpflegern vor Ort, begleiten eine Fütterung bei den Capybaras oder Tapiren und können Fragen stellen. Die Pädagogen im Kinderheim bereiten den virtuellen Zooausflug mit den Kindern vor. „Bei unserem ersten Test konnten die Kinder Tierpflegerin Sabine Springmeier zu den Capybaras interviewen – haben sie Stacheln, wie alt werden sie, wer ist hier Mama und Papa, wollten die Kinder wissen. Zusätzlich haben sie John und Sabine ein bisschen Spanisch beigebracht“, erzählt Cristina Arheit, Vorstandsvorsitzende des Hogar Maria Luisa, wie das Kinderheim auf Spanisch heißt. „Für die Kinder ist das natürlich ein ganz besonderes Highlight, bei dem sie nicht nur viel lernen werden, sondern das ihnen auch ganz besonders in Erinnerung bleibt. So erhalten sie neues Wissen, Lebensfreude und Selbstvertrauen.“ Im zweiten Treffen ging es heute in das Gehege der Flachlandtapire, drei weitere virtuelle Ausflüge sind geplant. Wer spendet für einen Ausflug in die Natur? Doch dabei bleibt es nicht: „Wir wollen mit der besonderen Aktion auch auf das Kinderheim aufmerksam machen. Durch Corona sind der Einrichtung viele Einnahmen weggebrochen und gleichzeitig müssen an Corona erkrankte Kinder versorgt werden. Der Zoo ruft deswegen zu Spenden auf“, so McGurk. „Wer spendet, tut doppelt Gutes: Die eine Hälfte fließt in das Kinderheim, die andere Hälfte geht an den Zoo Osnabrück. Dieser muss zurzeit wegen Corona geschlossen bleiben, sodass ihm die Eintrittsgelder zur Versorgung der Tiere fehlen.“ Allein diese kostet in den Wintermonaten rund 400.000 Euro. Das Kinderheim möchte mit den Spenden seine Ausstattung für die Kinder verbessern und ein besonderes Herzensprojekt realisieren: Einen Ausflug in den Biopark Temaiken, wo die Kinder typische südamerikanische Tierarten wie Tapire, Mähnenwölfe, Capybaras und Flamingos besuchen können – ein Erlebnis, dass ihnen bei der Verarbeitung von traumatischen Erfahrungen helfen kann. „Natur und Tiere können uns Menschen heilen. Sie haben eine so beruhigende und erfüllende Wirkung auf uns. Das verschafft uns Ruhe, Frieden und auch Motivation“, so der Zoomitarbeiter. „Wir hoffen, dass gerade zur Weihnachts- und Coronazeit viele Menschen für diese besondere Aktion spenden, um den Kindern in Argentinien Freude zu schenken.“ Glückwünsche der deutschen Botschaft in Argentinien Auch die Vertreter der deutschen Botschaft in Argentinien begrüßen das besondere Projekt, denn auch ihnen liegt das Kinderheim sehr am Herzen: „Die Corona Pandemie verlangt uns allen viel ab: weltweit, in Deutschland, in Argentinien und natürlich auch dem Maria Luisen Kinderheim. Gerade in diesem Kontext freuen wir uns, dass sich für dieses Projekt zwei Partner gefunden haben, die gemeinsam kreative Brücken zwischen Deutschland und Argentinien bauen. In Zeiten, in denen Nationalismus und Protektionismus wachsen und erstarken, sind solche auf Solidarität gefußten Projekte wichtiger denn je und tragen dazu bei Brücken zu bauen. Wir wünschen der Initiative von ganzem Herzen viel Erfolg“, so die Botschaft in einem offiziellen Statement. Den Kontakt zwischen Zoo und Kinderheim hergestellt hatte Nancy Plaßmann, Beiratsvorsitzende der Zoo Osnabrück gGmbH, die das Kinderheim bei einer Argentinienreise vor drei Jahren durch die Ausländische Handelskammer kennengelernt hatte. Wer das Kinderheim und den Zoo unterstützen möchte, kann seine Spende über die Homepage des Zoos (https://www.zoo-osnabrueck.de/unterstuetzen/naturhilft ) oder per Überweisung an den Zoo Osnabrück tätigen. Dieser überweist den Anteil für das Kinderheim an den zuständigen Förderverein in Deutschland. Spendenquittungen sind möglich. Spendenkonto Zoo Osnabrück IBAN: DE67 2655 0105 0000 0600 95 BIC: NOLADE22XXX Sparkasse Osnabrück Verwendungszweck: Natur verbindet, Natur hilft Über das Maria Luisen Kinderheim Das Maria Luisen Kinderheim wurde vor mehr als 140 Jahren mit dem Ziel gegründet, sich für das Wohlergehen und die Bildung von Kindern einzusetzen. Es beherbergt jedes Jahr um die 40 Kinder beider Geschlechter, die Opfer von Gewalt und / oder häuslichem Missbrauch wurden. Das Ziel ist jedes einzelne Kind zu betreuen, damit es eine bessere Zukunft aufbauen kann. Dies geschieht, indem ihm Unterkunft, Nahrung, Bildung und Inklusion in einem Raum der Fürsorge und Geborgenheit gesichert wird. Das Heim beherbergt Kinder beider Geschlechter im Alter von 6 bis 12 Jahren, deren Rechte verletzt worden sind und die unter besonderen Schutzmaßnahmen vom Staat platziert werden. Das Heim sorgt für sie, bis sie wieder in einem geeigneten familiären Umfeld oder bei einer Adoptivfamilie leben können. Im Heim arbeitet ein therapeutisches und professionelles Team, um die Bedürfnisse der Kinder zu erfüllen und sie zu beschützen. Mehr als 50 Freiwillige stellen ihre Zeit zur Verfügung und tun ihr Bestes, damit die Kinder ihre traumatischen Erfahrungen verarbeiten und in eine fürsorgliche Familie zurückkehren können. Über den Zoo Osnabrück Der Zoo Osnabrück wurde 1935 als Arbeitsgemeinschaft Heimattiergarten von Osnabrücker Bürgern gegründet und bereits 1936 als Heimattiergarten eröffnet. Während des Zweiten Weltkriegs wurde der Heimattiergarten größtenteils zerstört, doch anschließend verfolgten die Osnabrücker weiterhin ihr Ziel, für die Stadt einen Zoo zu schaffen. Im Laufe der Jahrzehnte entwickelte sich der Heimattiergarten zum Tiergarten und schließlich zum zoologischen Garten. Heute beherbergt der Zoo auf 23,5 Hektar 2.238 Tiere aus 292 Arten. Neueste Erlebniswelten sind der Unterirdische Zoo (2009), die afrikanische Erlebniswelt „Takamanda“ (2010), die nordische Tierwelt „Kajanaland“ (2011) und der Affentempel „Angkor Wat“ (2012). 2014 wurde der Tigertempelgarten im Bereich „Angkor Wat“ eröffnet. Als dritter Bestandteil wurde im Herbst 2017 der „Orang-Utan Dschungeltempel“ in diesem Bereich fertig gestellt. Im Oktober 2018 neu hinzugekommen ist die nordamerikanische Tierwelt „Manitoba“ mit u.a. Hudson-Bay-Wölfen, Schwarzbären, Waldbisons, Stinktieren und Kanadischen Bibern. 2019 besuchten den Zoo Osnabrück 1.050.000 Besucher. Bildunterschrift: Bei dem Projekt „Natur verbindet, Natur hilft – Zoo Osnabrück unterstützt Kinder in Argentinien“ reisen die Osnabrücker Zootiere virtuell in das Maria Luisen Kinderheim in der Nähe von Buenos Aires, um so Spenden für die Kinder und den Zoo zu sammeln (Tierpflegerin Sabine Springmeier, John McGurk, Sponsoring/Charity Zoo Osnabrück).  Bildquelle: Zoo Osnabrück (Jan Banze)                       PM: 2020


Zoo Osnabrück erwartet erstmals Nashornnachwuchs Breitmaulnashorn Amalie ist trächtig – Spendenaufruf für Futter Im Zoo Osnabrück gibt es Grund zur Freude: Erstmals in der Geschichte des Zoos erwarten die Breitmaulnashörner Nachwuchs. Mit Nashornkuh Amalie ist nach über vierzig Jahren vergeblichen Wartens endlich ein Nashorn in Osnabrück trächtig. In der Zeit der Zooschließung sind Spenden für Futter, auch für die Nashörner, besonders willkommen. Voller Freude verkündet Zoopräsident Dr. E.h. Fritz Brickwedde die frohe Nachricht: „Unsere Nashornkuh Amalie ist trächtig. Seit über 40 Jahren halten wir jetzt schon Breitmaulnashörner, aber mit dem Nachwuchs wollte es nicht klappen. Im nächsten Frühjahr beziehungsweise Sommer ist es endlich soweit.“ Seit im Jahr 1979 die ersten Nashörner in den Zoo Osnabrück kamen, warten die Mitarbeiter auf Nachwuchs bei der in ihrem Bestand potenziell gefährdeten Tierart. Zuerst mit dem Nashornbullen Hans-Franz, der bis zu seinem Ableben im Jahr 2015 keinen Nachwuchs bei den Kühen zeugte, und seitdem mit Bulle Miguelin, der aus einem Zoo in den Niederlanden nach Osnabrück kam. „In der Wildnis sind Nashörner aufgrund von Wilderei und Landverlust weiterhin bedroht. Etwa 18.000 Südliche Breitmaulnashörner gibt es aktuell. Da man nie sagen kann, wie sich die Zahl entwickelt, ist es wichtig, dass in Zoos eine Reservepopulation besteht. Letztes Jahr kamen europaweit elf Tiere zur Welt“, erklärt Tobias Klumpe, zoologische Leitung im Zoo Osnabrück, die Bemühungen. „In den vergangenen Jahren haben wir so viel versucht: Verschiedene Gruppenkonstellationen, künstliche Befruchtungen, Futterumstellungen oder ein Umbau des Geheges – ohne Erfolg. Mit Miguelin haben wir sogar einen Bullen geholt, der bereits in anderen Zoos erfolgreich Weibchen befruchtet hat, aber fünf Jahre lang wollte es trotz Verpaarungen nicht klappen“, so Klumpe. Erfolg durch Futterumstellung? Vergangenes Jahr hat sich der Biologe nochmals intensiv mit den Futtermitteln der Nashörner beschäftigt. Dazu stand er nicht nur im engen Austausch mit dem Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) der European Association of Zoos and Aquaria (EAZA), sondern hat auch während eines Urlaubs in den USA Kollegen im San Diego Zoo besucht. „Hier beschäftigen sie sich schon seit vielen Jahre mit der Nashornzucht und haben eigene Forschungsprojekte auf dem Gebiet“, erklärt Klumpe. „In dem Gespräch haben wir über verschiedene Nährstoffe im Futter gesprochen und die möglichen Einflüsse auf den Hormonhaushalt. Wir hatten unser Futter zwar schon einmal überprüft, haben nach den Gesprächen aber erneut Anpassungen vorgenommen und wenige Monate später war Amalie trächtig“, so Klumpe. Ob es nun tatsächlich an dem Futter lag, könne man aber nicht ganz sicher sagen, ergänzt Klumpe: „Dafür wissen wir einfach zu wenig, es kann auch Zufall sein. Wir haben unseren Erfolg aber den Kollegen in San Diego mitgeteilt, das stärkt die Datenlage ihrer Forschung.“ Erfahrungsaustausch mit anderen Zoos Auch wenn aktuell die Freude überwiegt, die eigentliche Arbeit wartet noch auf den Zoo. Denn mit einem neugeborenen Nashorn hat man in Osnabrück noch keine Erfahrungen sammeln können. „Deswegen stehen wir im engen Kontakt mit anderen Zoos, um von ihren Erfahrungen zu lernen“, verrät Franz Schelshorn, Revierleiter bei den Nashörnern. „Eine neue Erfahrung bleibt es aber trotzdem.“ Das trifft sowohl auf die Mitarbeiter, als auch auf die Tiere zu: Auch für Amalie ist es der erste Nachwuchs. „Sie ist damals sehr jung und unerfahren zu uns in den Zoo gekommen. Sie konnte nur wenig bei anderen Artgenossen lernen“, erklärt Franz Schelshorn, Leiter im Nashornrevier. „Wir sind uns aber sicher, dass sie das schaffen wird. Unsere zweite Nashornkuh Lia kann hoffentlich auch mit ihrem ruhigen und gelassenen Charakter helfen“, so Schelshorn weiter. Aktuell beschäftigen die Tierpfleger aber noch andere Dinge: „Wir müssen ein paar Gehegebereiche anpassen, damit das Jungtier sicher seine Umgebung erkunden kann. Im Innenbereich müssen wir zum Beispiel die Absperrungen zwischen den Boxen verengen, sonst kommt es im Zweifel zu ungewünschten Besuchen bei Tante Lia.“ Spenden für Tiere – Preis für Heu gestiegen Risikofrei ist die Aufzucht dennoch nicht. „Für Amalie ist es im Alter von dreizehn Jahren eine vergleichsweise späte Erstgeburt – auch wenn Nashörner in menschlicher Obhut bis zu 50 Jahre alt werden können. Leider ist die Sterblichkeitsrate von Jungtieren bei älteren erstgebärenden Nashörnern höher, weshalb wir die Kuh aktuell besonders aufmerksam beobachten“, erklärt Tobias Klumpe. Zurzeit überwiegt jedoch die Vorfreude. „Es ist wirklich etwas Besonderes, dass wir endlich Nachwuchs bekommen. Man kann bei Amalie sogar schon Rundungen erkennen, aber vielleicht bilde ich mir das auch nur ein“, lacht Schelshorn. Ob Amalie tatsächlich schon rund wird, können Besucher voraussichtlich ab Dezember im Zoo beobachten. Im November muss der Zoo aufgrund von Corona geschlossen bleiben. „Wer den Nashörnern aktuell trotzdem etwas Gutes tun möchte, kann für den Zoo spenden. Insbesondere die Preise für Heu, das Nashörner besonders gerne essen, sind aufgrund schlechter Ernten zuletzt stark gestiegen“, erklärt Dr. E.h. Fritz Brickwedde. Spenden können auf der Homepage des Zoos unter www.zoo-osnabrueck.de getätigt werden. Im Frühjahr dürfen Besucher im Zoo Osnabrück dann erstmals ein ganz kleines Nashorn beobachten. „Ein Anblick, den es hier noch nie gab“, freut sich Brickwedde. Im Zoo Osnabrück leben der Nashornbulle Miguelin (23 Jahre) und die Nashornkühe Lia (17 Jahre) und Amalie (13 Jahre). Wissenswertes zum Südlichen Breitmaulnashorn (Ceratotherium simum simum) Die Südlichen Breitmaulnashörner bewohnen die Savannen des südlichen Afrikas. Sie vertreten die größte aller Nashornarten und erreichen eine Kopf-Rumpf-Länge von bis zu vier Metern und ein Gewicht von zwei bis viereinhalb Tonnen. Nashörner ernähren sich von Gräsern und Kräutern. Die Savannenbewohner sind im wahrsten Sinne des Wortes Dickhäuter: Ihre Haut ist bis zu zwei Zentimeter dick. Breitmaulnashörner können nur auf kurze Distanz sehr scharf sehen – sie sind kurzsichtig – dafür umso besser riechen. Sie haben keine natürlichen Feinde und werden in menschlicher Obhut bis zu 50 Jahre alt. Nashörner werden zumeist wegen ihrer aus Keratin bestehenden Hörner, die angeblich Heilkraft besitzen, vom Menschen gewildert, das heißt illegal bejagt. Von den Südlichen Breitmaulnashörnern gab es in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhundert nur noch weniger als 100 Tiere. Dank intensiver Schutzmaßnahmen konnte sich bis heute ein Bestand von wieder rund 18.000 Tieren entwickeln (WWF 2019). Das Südliche Breitmaulnashorn gilt als potenziell gefährdet (IUCN Red List). Bildunterschrift: Drücken die Daumen für den Nashornnachwuchs von Kuh Amalie (hinten links): Tobias Klumpe (Zoologische Leitung), Dr. E.h. Fritz Brickwedde (Präsident Zoogesellschaft Osnabrück e.V.) und Franz Schelshorn (Revierleiter Nashörner und Tierpfleger Zoo Osnabrück) Der Zoo Osnabrück wurde 1935 als Arbeitsgemeinschaft Heimattiergarten von Osnabrücker Bürgern gegründet und bereits 1936 als Heimattiergarten eröffnet. Während des Zweiten Weltkriegs wurde der Heimattiergarten größtenteils zerstört, doch anschließend verfolgten die Osnabrücker weiterhin ihr Ziel, für die Stadt einen Zoo zu schaffen. Im Laufe der Jahrzehnte entwickelte sich der Heimattiergarten zum Tiergarten und schließlich zum zoologischen Garten. Heute beherbergt der Zoo auf 23,5 Hektar 2.238 Tiere aus 292 Arten. Neueste Erlebniswelten sind der Unterirdische Zoo (2009), die afrikanische Erlebniswelt „Takamanda“ (2010), die nordische Tierwelt „Kajanaland“ (2011) und der Affentempel „Angkor Wat“ (2012). 2014 wurde der Tigertempelgarten im Bereich „Angkor Wat“ eröffnet. Als dritter Bestandteil wurde im Herbst 2017 der „Orang-Utan Dschungeltempel“ in diesem Bereich fertig gestellt. Im Oktober 2018 neu hinzugekommen ist die nordamerikanische Tierwelt „Manitoba“ mit u.a. Hudson-Bay-Wölfen, Schwarzbären, Waldbisons, Stinktieren und Kanadischen Bibern. 2019 besuchten den Zoo Osnabrück 1.050.000 Besucher.                                QUELLE: PM: ZOO OSNABRÜCK 2020

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Zoo Osnabrück: Kürbisfest für Elefanten und Schwarzbären Kürbis-Aktion in der L&T Markthalle zugunsten der Elefanten Was essen Bären und Elefanten im Oktober? Natürlich Kürbisse! Und große Tiere bekommen auch große Kürbisse. Zumindest heute standen im Zoo Osnabrück die orangen Riesen auf dem Speiseplan der grauen Riesen und großen Schwarzbären. Zeitgleich tauscht in der Osnabrücker Innenstadt die L&T Markthalle Kürbisse gegen Spenden für „Rüssel voraus“ – die Spendenkampagne für eine größere Elefantenanlage. Mit dem Herbst beginnt für viele Menschen die Kürbiszeit – und auch Tiere finden Gefallen an den meist orangefarbenen Pflanzen. So genossen die Elefanten im Zoo Osnabrück eine ganz besondere Fütterung und machten damit auf eine Aktion in der L&T Markthalle zugunsten des Zoos aufmerksam: „Wir haben von Kürbiszüchter Wolfgang Willmann große Kürbisse bekommen und den größten heute für die Elefanten auf ihre Außenanlage gebracht. Das ist für die Tiere eine tolle Abwechslung“ erklärt Daniel Menken, Revierleiter bei den Elefanten im Zoo Osnabrück. „Wir überlegen uns immer wieder kleine Aufgaben und Überraschungen, um die Elefanten zu beschäftigen und sie ein wenig herauszufordern. Aber die Riesenkürbisse – das ist natürlich schon etwas Besonderes für die Tiere“, so Menken weiter. Neugierig wurde der orange Riese von den grauen Riesen untersucht und es dauerte nicht lange bis sich Douanita mutig mit einem Vorderbeinen auf den Kürbis stellte. Dieser hielt dem Gewicht nicht lange stand, sodass die Elefanten schnell an das schmackhafte Innere gelangten. Der 3-jährige Minh-Tan war zunächst etwas schüchterner und traute sich nicht so richtig an den Kürbis heran. Schließlich näherte er sich der Pflanze rückwärts mit den Hinterbeinen und trat Stücke heraus, um das Kürbisfleisch zu verspeisen. Auch bei Schwarzbärin Honey, Patentier des Modehauses L&T, stand heute Kürbis auf dem Speiseplan. Allerdings waren diese Exemplare etwas kleiner entsprechend der Größe der Allesfresser. Da die Schwarzbären Honey und Spike aufgrund der nahenden Winterruhe zurzeit einen ausgewählten Geschmack haben, ließen sie sich den Kürbis erst richtig schmecken, als dieser ausnahmsweise mit ein wenig Honig versüßt wurde. Kürbisse gegen Spenden für die neue Elefantenanlage Die Kürbisse im Zoo gab es passend zu einer besonderen Aktion in der L&T Markthalle, die eine große Auswahl an Zier- und Esskürbissen zurzeit unter anderem zugunsten des Zoos abgibt. Hier steht mitten in der Halle ein großer Kürbisstand mit Sorten wie Butternut und Hokkaido. „Die Kürbisse stammen genau wie die Exemplare im Zoo von Kürbiszüchter Wolfgang Willmann“, erzählt Rogee Wildung, Leiter der L&T Markthalle. „Kürbisfans können für eine Spende zwischen 1 und 3 Euro einen Kürbis mitnehmen. Aus dem Erlös gehen dann 30 Prozent an den Zoo Osnabrück, den L&T bereits seit vielen Jahren unterstützt“, so Wildung weiter. An dem Stand lädt zudem ein Gewinnspiel zum Mitmachen ein, denn auch in der L&T Markthalle ist ein besonders großer Riesen-Kürbis zu finden. Wer am besten schätzt, wie schwer der Kürbis ist und ein wenig Glück hat, kann Einkaufsgutscheine, Jahreskarten für den Zoo, Wein, Kochbücher oder Frühstücksgutscheine gewinnen. Zusätzlich findet am 30. Oktober ein Kürbisschnitzwettbewerb für Kinder statt, bevor die Aktion inklusive Gewinnspiel am 31. Oktober endet. „Der Anteil für den Zoo wird in die Aktion ‚Rüssel voraus‘ für unsere neue Elefantenanlage fließen“, berichtet Tierpfleger Menken. „Wir bedanken uns ganz herzlich für die Aktion bei Kürbiszüchter Herrn Willmann, bei der L&T Markthalle und natürlich bei allen Kürbisfans, die einen Kürbis gegen eine Spende holen.“ Weitere Informationen zu „Rüssel voraus“ finden Interessierte auf der Homepage des Zoos: www.zoo-osnabrueck.de. Aus aktuellem Anlass: Corona Vorsichtsmaßnahmen im Zoo Osnabrück Um den Zoobesuch sicher und sorgenfrei genießen zu können, gelten im Zoo Osnabrück Maßnahmen zum Schutz vor dem Corona-Virus. Besuchern wird empfohlen, überall dort Masken zu tragen, wo der Mindestabstand von 1,50 Meter zu anderen Personen nicht eingehalten werden kann. Daneben gilt in allen Tierhäusern, der Gastronomie sowie auf Toiletten und im Eingangsbereich eine Maskenpflicht. Um Kontakte zu vermeiden, herrschen in einigen engeren Bereichen Einbahnstraßenregelungen. Während der „Zoo-Lights“ am Abend führt ein Rundgang mit Einbahnstraßenregel durch den erleuchteten Teil des Zoos. Tierhäuser, in denen der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann oder in denen es keine ausreichende Lüftung gibt, müssen zudem geschlossen bleiben. Alle Regeln sowie aktuelle Informationen finden Sie auf der Homepage des Zoo Osnabrück. Bildunterschriften: Bild ZooOS- Zoo-OS-KürbisfürElefanten221020C/E: Anlässlich der Kürbis-Spendenaktion für den Zoo in der L&T Markthalle bis zum 31. Oktober stand bei den Elefanten im Osnabrücker Zoo auch Kürbis auf dem Speiseplan. Bildquelle: Zoo Osnabrück (Lisa Simon), zur freien Verwendung im Rahmen der Berichterstattung Bild ZooOS-Honey: Anlässlich der Kürbis-Spendenaktion für den Zoo in der L&T Markthalle bis zum 31. Oktober stand im Zoo Osnabrück auch bei Schwarzbärin Honey, Patentier des Modehauses L&T, Kürbis auf dem Speiseplan. Über den Zoo Osnabrück Der Zoo Osnabrück wurde 1935 als Arbeitsgemeinschaft Heimattiergarten von Osnabrücker Bürgern gegründet und bereits 1936 als Heimattiergarten eröffnet. Während des Zweiten Weltkriegs wurde der Heimattiergarten größtenteils zerstört, doch anschließend verfolgten die Osnabrücker weiterhin ihr Ziel, für die Stadt einen Zoo zu schaffen. Im Laufe der Jahrzehnte entwickelte sich der Heimattiergarten zum Tiergarten und schließlich zum zoologischen Garten. Heute beherbergt der Zoo auf 23,5 Hektar 2.238 Tiere aus 292 Arten. Neueste Erlebniswelten sind der Unterirdische Zoo (2009), die afrikanische Erlebniswelt „Takamanda“ (2010), die nordische Tierwelt „Kajanaland“ (2011) und der Affentempel „Angkor Wat“ (2012). 2014 wurde der Tigertempelgarten im Bereich „Angkor Wat“ eröffnet. Als dritter Bestandteil wurde im Herbst 2017 der „Orang-Utan Dschungeltempel“ in diesem Bereich fertig gestellt. Im Oktober 2018 neu hinzugekommen ist die nordamerikanische Tierwelt „Manitoba“ mit u.a. Hudson-Bay-Wölfen, Schwarzbären, Waldbisons, Stinktieren und Kanadischen Bibern. 2019 besuchten den Zoo Osnabrück 1.050.000 Besucher.                                QUELLE: PM: ZOO OSNABRÜCK 2020


Seelöwe Bella bringt 99 Kilogramm auf die Waage Genaue Gewichtsmessung bei Tieren dank Firma Höfelmeyer Wie viel wiegt ein Seelöwe? Das können jetzt Zoobesucher und Tierpfleger im Zoo Osnabrück auf einen Blick feststellen – dank einer Waage im Wert von knapp 10.000 Euro, die die Firma Höfelmeyer aus Georgsmarienhütte kostenlos für das Seelöwengehege zur Verfügung gestellt hat. Bella, Donna und Sana heißen die drei kalifornischen Seelöwenweibchen, die seit Anfang September lernen auf ihre neue Waage zu gehen. „Während Bella und Donna das schon super machen, zögert Sana noch ein wenig und stellt zurzeit nur ihre Vorderflossen auf die Waage. Sie ist bei allem Neuen immer sehr skeptisch“, schmunzelt Kerstin Seifert, Revierleiterin der Themenwelt „Kajanaland“ und zuständig für die Seelöwen. Die Tierpflegerin verbindet den Gang auf die Waage mit dem täglichen medizinischen Training, das während der Fütterungen stattfindet. „Wir machen das Training, um den Gesundheitszustand der Seelöwen für beide Seiten einfacher zu überprüfen oder auch mal ein Medikament zu verabreichen. Das Training ist sehr spielerisch und basiert auf Belohnung durch Fisch. Bestrafung gibt es in dem Sinne nicht“, erläutert Seifert. So konnten die Seelöwen in den letzten Wochen ganz einfach lernen auf die Waage zu steigen: Sie folgten bereitwillig mit ihrer Nase der Faust der Tierpflegerin, dem sogenannten Hand-Target, die sie nach und nach zur Waage lotste. „Grundsätzlich kannten sie Waagen schon. Vorher haben wir ab und zu die mobile Waage unseres Tierarztes genutzt, das war aber recht umständlich. Zudem ist sie viel kleiner und es war nicht einfach den etwa 100 Kilo schweren Seelöwen genau zu platzieren“, so Seifert. Das geht jetzt bequemer und regelmäßiger: Die 2 Meter mal 1 Meter große Bodenwaage im Gehege ist groß genug für die Seelöwen und kann sogar einen Seelöwenbullen wiegen – bis 600 Kilogramm wird gemessen. Besucher können das Gewicht direkt von einem großen Display am Seelöwenhaus ablesen, für die Tierpfleger gibt es ein extra Display direkt an der Waage. Warum ist es wichtig das Gewicht zu kennen? Andreas Wulftange, Zoologische Leitung, erklärt, warum das Gewicht der Tiere eine so wichtige Rolle spielt: „Regelmäßig das Gewicht zu messen gibt uns Aufschluss über den Gesundheitszustand der Tiere. Natürlich begutachten wir unsere Tiere täglich, aber gerade beim Gewicht fällt es einem erst später auf, wenn Tiere bereits stärker ab- oder zugenommen haben. Mit der Waage können wir deutlich früher und genauer erkennen, wenn ein Tier zum Beispiel trotz gleichmäßiger Fütterung abnimmt.“ Auch mit Blick auf die Jahreszeiten spielt das Gewicht eine wichtige Rolle: „Im Winter dürfen sich unsere Seelöwen eine Speckschicht anfressen. Ab Herbst erhöhen wir je nach Witterung langsam die Ration von 6 Kilogramm Fisch am Tag pro Tier auf 10 Kilogramm, sodass sie dann statt etwa 85 bis 90 Kilogramm etwa 100 Kilogramm wiegen und gut vor der Kälte geschützt sind“, berichtet Wulftange. Kooperation mit Waagenhersteller Höfelmeyer Dass die Zoomitarbeiter nun jeden Tag das Gewicht überprüfen können, haben sie dem Waagenhersteller Höfelmeyer aus Georgsmarienhütte zu verdanken. Das Familienunternehmen ist seit über 30 Jahren Spezialist für Industriewaagen, Prozesstechnik und Servicepartner und hilft auch im Zoo. „Wir unterstützen den Zoo seit vielen Jahren und haben schon für die Elefanten eine Waage installiert. Als der Zoo uns ansprach, dass sie auch für die Seelöwen eine Waage im Gehege benötigen, haben wir uns sofort an die Arbeit gemacht. Für die Seelöwen gibt es jetzt eine Bodenwaage aus Edelstahl im Wert von knapp 10.000 Euro. Das Gerät kann das ganze Jahr über draußen stehen und bei Bedarf sogar noch bei anderen Tieren in anderen Gehegen eingesetzt werden“, berichtet Judith Plogmann von der Firma Höfelmeyer. „Der Zoo Osnabrück ist eine große Bereicherung für alle Menschen, die in der Region wohnen, und wenn wir der besonderen Einrichtung helfen können die Tiere noch besser zu versorgen, machen wir das sehr gerne.“ Michael Wendt freut sich als Schatzmeister der Zoogesellschaft Osnabrück e.V. besonders über die Unterstützung: „Es ist toll zu sehen, wie die verschiedenen Firmen der Region den Zoo finanziell oder mit wichtigen Sachmitteln unterstützen und ihre Kompetenzen zur Verfügung stellen, damit wir alle diesen wundervollen Ort hier genießen dürfen. Schließlich finanziert sich der Zoo ja fast selbst, ohne große kommunale Zuschüsse – und das ist sehr schwierig. Deswegen vielen, vielen Dank für Ihr Engagement.“ Den Besuchern ist das besondere Stück schon aufgefallen: „Wir können zurzeit leider keine offiziellen Fütterungen wegen Corona machen, da diese immer sehr viele Menschen anlocken. Aber wenn Besucher zufällig bei einer Fütterung dabei waren, haben sie gleich die neue Anzeige entdeckt und sich gefreut, dass sie nun selbst sehen können, was so ein beeindruckender Seelöwe wiegt“, berichtet Tierpflegerin Seifert. Die Tierpfleger notieren nun täglich im digitalen Revierbuch, wie viel die Schützlinge auf die Waage bringen und vergleichen dies mit den täglichen Futtermengen. So sehen sie genau, ob Makrele und Hering gut verdaut und verstoffwechselt werden. Bildunterschrift: Genau 99 Kilo wiegt Seelöwe Bella. Das Gewicht der Seelöwen regelmäßig genau zu messen, ist wichtig, um den Gesundheitszustand zu überprüfen (v.l.n.r.: Kerstin Seifert (Tierpflegerin Zoo Osnabrück), Judith Plogmann (Firma Höfelmeyer), Felix Höfelmeyer (Geschäftsführer Firma Höfelmeyer) und Michael Wendt (Schatzmeister Zoogesellschaft Osnabrück e.V.)). Fotoquelle: Zoo Osnabrück (Lisa Simon), zur freien Verwendung im Rahmen der Berichterstattung. Wissenswertes zu Kalifornischen Seelöwen (Zalophus californianus) Kalifornische Seelöwen leben an den Küstenregionen der nordamerikanischen Pazifikküste bis Mittelmexiko. Sie leben in Familien, die oft größere Einheiten bilden. Seelöwen gehören zu den Ohren-Robben, das heißt, sie besitzen sichtbare Außenohren. Durch besondere Muskeln ist es ihnen möglich, die Ohren zu schließen, damit kein Wasser eindringt, wenn sie bis zu einer Tiefe von 100 Metern abtauchen. Sie ernähren sich von Tintenfischen und Fischen, wobei sie bis zu 30 Kilogramm am Tag verzehren können. Ihre dicke Speckschicht unter der Haut schützt sie vor der Kälte. Der Seelöwe ist mit seinem torpedoähnlichen Körperbau und seinen zu Flossen umgewandelten Gliedmaßen gut an das Leben im Wasser angepasst. Er kann die Hinterflossen aber auch unter den Körper schieben und recht gewandt an Land laufen sowie geschickt klettern, wobei ihn ein guter Gleichgewichtssinn unterstützt. Die Behändigkeit der Tiere außerhalb des Wassers ist notwendig, da Paarung, Geburt und Aufzucht der Jungen an Land stattfinden. Im Mai/Juni werden die Jungtiere geboren, sie sind circa 65 Zentimeter lang und ca. 8 Kilogramm schwer. Die ersten sechs bis zehn Wochen bleiben sie an Land und werden alle zwei Stunden von der Mutter gesäugt. Sie können von Natur aus nicht schwimmen und müssen es von den Eltern lernen. Über Höfelmeyer Waagen GmbH Die Höfelmeyer Waagen GmbH ist ein innovativer Waagenhersteller, Prozessdienstleister und Servicepartner. Von der Kompaktwaage über modulare Wägesysteme bis hin zu individuell gefertigten Spezialanwendungen bietet das Familienunternehmen seit über 30 Jahren Lösungen auf höchstem technischen Niveau, die optimal in die Kundenprozesse integriert werden. Ein flexibler wie kompetenter Reparatur- und Wartungsservice komplettieren das Angebot. Über den Zoo Osnabrück Der Zoo Osnabrück wurde 1935 als Arbeitsgemeinschaft Heimattiergarten von Osnabrücker Bürgern gegründet und bereits 1936 als Heimattiergarten eröffnet. Während des Zweiten Weltkriegs wurde der Heimattiergarten größtenteils zerstört, doch anschließend verfolgten die Osnabrücker weiterhin ihr Ziel, für die Stadt einen Zoo zu schaffen. Im Laufe der Jahrzehnte entwickelte sich der Heimattiergarten zum Tiergarten und schließlich zum zoologischen Garten. Heute beherbergt der Zoo auf 23,5 Hektar 2.238 Tiere aus 292 Arten. Neueste Erlebniswelten sind der Unterirdische Zoo (2009), die afrikanische Erlebniswelt „Takamanda“ (2010), die nordische Tierwelt „Kajanaland“ (2011) und der Affentempel „Angkor Wat“ (2012). 2014 wurde der Tigertempelgarten im Bereich „Angkor Wat“ eröffnet. Als dritter Bestandteil wurde im Herbst 2017 der „Orang-Utan Dschungeltempel“ in diesem Bereich fertig gestellt. Im Oktober 2018 neu hinzugekommen ist die nordamerikanische Tierwelt „Manitoba“ mit u.a. Hudson-Bay-Wölfen, Schwarzbären, Waldbisons, Stinktieren und Kanadischen Bibern. 2019 besuchten den Zoo Osnabrück 1.050.000 Besucher.                                QUELLE: PM: ZOO OSNABRÜCK 2020

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Zoo Osnabrück: Doppelter Nachwuchs bei Elefanten erwartet Spendenaktionen für den Umbau der Elefantenanlage starten Bei den beiden Asiatischen Elefantenkühen Douanita und Sita im Zoo Osnabrück kündigt sich Nachwuchs an. Damit die Elefanten mehr Platz bekommen, soll die Anlage für 12 Millionen Euro umgebaut werden. Um den Umbau zu finanzieren, starten in Zusammenarbeit mit Zoopartnern Spendenaktionen für die Elefanten. Freudige Nachrichten aus dem Zoo Osnabrück: Erstmals in der 84jährigen Geschichte des Zoos sind zwei Elefantenkühe mit Jungtieren tragend, die auch am Schölerberg gezeugt wurden. Die beiden Asiatischen Elefantenkühe Douanita (33 Jahre) und ihre Tochter Sita (7 Jahre) werden nach rund 22monatiger Tragzeit voraussichtlich zum Jahresende beziehungsweise zum Jahreswechsel werfen. „Allerdings kann der Zeitraum aufgrund der langen Tragzeit variieren. Außerdem haben wir zwar Deckakte mit Bulle Luka gesehen, können aber natürlich nicht hundertprozentig sicher sein, dass es die waren, bei denen die Jungtiere gezeugt wurden“, erklärt Andreas Wulftange, Zoologische Leitung. Douanita, die 2017 gemeinsam mit ihrer Tochter Sita an den Schölerberg zog, ist erfahren in der Jungenaufzucht. 2017 brachte sie den Bullen Minh-Tan, ihr insgesamt fünftes Jungtier, im Zoo Osnabrück zur Welt. Angepasstes Medical Training Um den 3 bis 4 Monate langen Zyklus der Elefanten zu verfolgen und eine eventuelle Trächtigkeit zu entdecken, schickten die Zoomitarbeiter regelmäßig Urinproben der beiden Weibchen ein. „Im Labor konnte dann eine Hormonanalyse gemacht werden, bei der auch die Trächtigkeit festgestellt wurde. Wir schicken weiterhin Proben ein, da so ein Anstieg oder Abfall der Schwangerschaftshormone verfolgt werden kann“, so Wulftange. Um die beiden Elefantenkühe bestmöglich auf die Geburten vorzubereiten, bauen Wulftange und die Tierpfleger beim regelmäßigen Medical Training „Stretching-Einheiten“ ein: „Wir lassen die beiden sich hinlegen und strecken, damit sie sich körperlich auf die Geburt vorbereiten. Douanita ist eh eine erfahrene Mutter und voraussichtlich wird sie vor Sita werfen. Das ist gut, denn so kann sich Sita noch ein wenig von ihrer Mutter abschauen – schließlich ist es für sie die erste Geburt.“ Momentan lebt Douanita mit Tochter Sita und dem dreijährigen Minh-Tan zusammen, den sie vor drei Jahren am Schölerberg zur Welt brachte. In den vergangenen Jahren konnte Sita die Jungenaufzucht bei ihrem kleinen Bruder Minh-Tan beobachten und üben. Bulle Luka (47 Jahre) ist derzeit von der Gruppe getrennt, da er sich in der Musth befindet, einer Phase, in der der Testosteron-Spiegel und damit auch die Aggressivität enorm ansteigt. Ist er nicht mehr in der Musth, in die erwachsene Elefantenmännchen regelmäßig fallen, lebt er tagsüber mit den anderen Elefanten zusammen. „Der Alltag läuft normal weiter, wir wollen gar nichts für die Dickhäuter ändern – wenn alles seinen gewohnten Gang hat, ist das am besten für sie“, so Wulftange. „Rüssel voraus!“ für ein größeres Zuhause Damit Elefanten-Jungbulle Minh-Tan während seiner Jugendzeit im Zoo Osnabrück bleiben kann und die Dickhäuter ausreichend Platz haben, soll die derzeit etwa 3.100 Quadratmeter große Elefantenanlage umgebaut und vergrößert werden. „Dies ist einer der letzten großen Punkte in unserem auf 25 bis 30 Jahre angelegten Masterplan“, erklärt Zoopräsident Dr. E.h. Fritz Brickwedde. „Die Investitionskosten liegen mit 12 Millionen Euro sehr hoch für einen Zoo, der sich so gut wie selbst finanziert und im Bundesvergleich der Zoos sehr geringe kommunale Zuschüsse erhält.“ Wie die Finanzierung dennoch gelingen kann, berichtet Zoogeschäftsführer Andreas Busemann: „Wir haben ein bundesweit einzigartiges Sponsorennetzwerk von rund 200 Firmen, die uns immer wieder mit eigenen, aber auch bei unseren Aktionen unterstützen. Ohne unsere Partner könnten wir den Umbau der Elefantenanlage nicht in Angriff nehmen.“ Bei der Kampagne „Rüssel voraus! Wir bauen den Elefantenpark. Mach mit!“ unterstützen beispielsweise Firmen wie die Fleischverarbeitung Kinnius und über 40 Lebensmitteleinzelhändler wie die Edeka-Märkte Möllenkamp, Dütmann-Gartmann, Kuhlmann, Kutsche oder auch der Marktkauf Osnabrück-Nahne. „Gemeinsam mit Kinnius und vielen Edeka-Märkten haben wir bereits während der Corona-Krise sehr erfolgreich ‚Zooretter Würste‘ vertrieben, bei deren Verkauf ein Teil an den Zoo geht. Diese werden in Zukunft zugunsten der Elefanten verkauft“, berichtet Busemann. Außerdem werden Bratwürste über mobile Wurststände verkauft. Neben den Würsten werden auch Schokolade, Wein, Kaffee und viele weitere Artikel von regionalen Zoopartnern vertrieben. „Es wird ein ganzes Sortiment an Produkten zugunsten der Elefanten geben. Man kann künftig beim Einkauf in unseren Partnermärkten die Elefanten unterstützen – das wird wirklich eine tolle Aktion, die uns näher an unser Ziel einer neuen, großen Elefantenanlage bringt“, freut sich der Zoogeschäftsführer auf die Kampagne. Die Kooperation soll nachhaltig und langfristig aufgebaut werden. Die Erlöse der Aktion helfen dem Zoo dann, die Kapitaldienste für die erforderlichen Investitionskredite zu stemmen. Neben dem Verkauf von diversen Artikeln unterstützt unter anderem auch die Rahenbrock-Gruppe mit einem „Elefantenmobil“, einem Fahrzeug, das für die Abholung von Futterspenden genutzt werden kann. Veranstaltungen des Zoos wie die Löwenmahlzeit, die bislang zugunsten des Umbaus der Löwenanlage stattfanden, werden ab dem kommenden Jahr für die Elefanten veranstaltet. Die Verkaufsaktionen starten in Kürze. Ein Anteil der Erlöse gehe an die Verwandten von Douanita und Co. in der Wildbahn Asiens, wie Andreas Busemann berichtet: „Der Artenschutz und Arterhalt gehören zu unseren Aufgaben als Zoo. Und diesen Aufgaben wollen wir nicht nur hier vor Ort nachgehen, sondern auch in der Heimat der Dickhäuter unterstützen. Daher geht am Ende der Aktion ein Teil an das WWF-Artenschutzprojekt für Asiatische Elefanten.“ Das Projekt schützt die Elefanten in Thailand. Der WWF pflanzt dort Grasland und Futterbäume, damit die Elefanten keine Felder mehr plündern müssen. Es werden außerdem Ranger ausgebildet, die Tag und Nacht durch das Gelände patrouillieren, die Elefanten aus den Feldern vertreiben und vor Wilderern schützen. Wissenswertes zum Asiatischen Elefant (Elephas maximus) Der Asiatische Elefant ist das zweitgrößte Landtier der Erde. Die Kopf-Rumpf-Länge der Dickhäuter beträgt etwa 5,5 bis 6,4 Meter und eine Schulterhöhe von etwa 2,7 bis 3,4 Metern. Ausgewachsen wiegen sie 3,6 bis 6 Tonnen. Die Trächtigkeit von Elefantenkühen dauert in der Regel rund 22 Monate und ist eine der längsten im Tierreich. Das Kalb hat bei der Geburt ein Gewicht von etwa 100 Kilogramm. Der Zyklus von Elefantenkühen dauert rund 3 bis 4 Monate, die Oestrus-Phase nur maximal vier Tage. Kälber sind bei der Geburt voll entwickelt. Laut Weltnaturschutzorganisation IUCN gilt der Asiatische Elefant als„stark gefährdet“.Ca. 25.600 bis 32.750 Individuen.

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