Unverpackt-Stationen mit Lebensmitteln in Bio-Qualität: Kaufland testet für internationalen Einsatz Neckarsulm, 26. Juli 2021 – Kaufland testet Unverpackt-Stationen, an denen sich Kunden Lebensmittel wie Nudeln, Reis, Linsen oder Trockenfrüchte in Bio-Qualität bedarfsgerecht abfüllen können. Damit geht der Lebensmittelhändler einen weiteren Schritt auf dem Weg zu einem nachhaltigeren Sortiment. Durch das Angebot unverpackter Ware soll sowohl Plastik als auch die Verschwendung von Lebensmitteln in Privathaushalten reduziert werden. Bei erfolgreichem Testverlauf soll das Konzept als marktindividueller Sortimentsbaustein* in allen Ländern, in denen Kaufland vertreten ist, ausgerollt werden. Zum Unverpackt-Sortiment bei Kaufland gehören rund 40 Grundnahrungsmittel wie Reis Nudeln, Bulgur und Quinoa, aber auch schokolierte Nüsse, Trockenfrüchte oder Müsli. Die Kunden können die Lebensmittel in eigens mitgebrachte sowie vor Ort angebotene Gefäße abfüllen. Für den Test wurden bestehende Standards weiter- und ein gesondertes Hygienekonzept entwickelt. Alle Artikel werden bspw. nur über Dispenser angeboten, sodass kein direkter Lebensmittelkontakt stattfindet. „Bis jetzt sind wir sehr zufrieden, denn in den ersten Wochen wurden die Stationen von den Kunden und den Mitarbeitern sehr gut angenommen. Um eine valide und nachhaltige Entscheidung treffen zu können, werden wir den Test mindestens ein halbes Jahr laufen lassen“, sagt Steffen Endlich, Geschäftsführer Vertrieb Ware bei Kaufland. Der Test findet in den Kaufland-Märkten in Pfungstadt und Steinheim statt. Um die Kunden zusätzlich auf die Stationen aufmerksam zu machen, wird der Test von entsprechenden Werbemaßnahmen vor Ort begleitet. Lieferant der Lebensmittel ist das Unternehmen „Eco Terra“, das sich im Markt unverpackter Lebensmittel bereits etabliert hat. Seit mehreren Jahren setzt Kaufland auf Lösungen, die den Einsatz von Plastik reduzieren und so wertvolle Ressourcen schonen. Dazu gehören plastikreduzierte Verpackungen, die Auslistung von Einwegtragetaschen, der Einsatz von Rezyklat bei PET-Flaschen und die Einführung der Frischetasche für Obst und Gemüse sowie des Mehrwegdeckels für Molkereiprodukte. Kaufland ist Teil von REset Plastic, der Plastikstrategie der Schwarz Gruppe. Gemeinsam verfolgt die Gruppe die Vision: weniger Plastik – geschlossene Kreisläufe. Weitere Informationen finden Sie unter reset-plastic.com.Quelle:PM:KAUFLAND 2021


Wärmewende: Größtes Einsparpotenzial im Gebäudesektor Ohne die Energiewende im Wärmesektor ist das von der Bundesregierung ausgegebene Ziel der Klimaneutralität bis 2045 nicht zu erreichen. Allerdings steht die Wärmewende noch ganz am Anfang: Bislang beruht die Wärmeversorgung in Deutschland noch zu weit über 80 Prozent auf fossilen Energien und hat sich im letzten Jahrzehnt kaum verändert. Im Jahr 2019 machten Raumwärme, Prozesswärme und Warmwasser mehr als die Hälfte des Energieverbrauchs in Deutschland aus, der Klimakältebedarf gerade einmal ein halbes Prozent. Die neue VDI-Publikation „Bausteine für eine klimaneutrale Wärmeversorgung“ befasst sich intensiv mit der Umgestaltung des Wärmeversorgungssystems in Deutschland. Dynamik der Wärmewende bislang mangelhaft: Wärmeversorgung in Deutschland noch zu weit über 80 % aus fossilen Energien. VDI zeigt Wege zur klimaneutralen Wärmeversorgung auf. Die Wärmewende umfasst Aktivitäten, die darauf abzielen, Wärmeenergie einzusparen und den Wärmeverbrauch zu fossilieren, vor allem durch die Nutzung Erneuerbarer Energien. Die Autorinnen und Autoren sind sich einig, dass eine klimaneutrale Wärmeversorgung die hohe Versorgungssicherheit erhalten, die Kosten der Wärmeversorgung begrenzt halten, eine nahtlose Integration des Wärmesektors in das Gesamtenergiesystem ermöglichen und eine stabilisierende Wirkung auf andere Energiesektoren entfalten sollte. Der größte Reduktionsbeitrag an CO2 befindet sich laut Publikation im Gebäudesektor. Energetische Gebäudesanierung, optimiertes Anlagendesign und intelligente Steuerung bieten große Effizienzpotenziale. Neue, digitale Techniken ermöglichen die umfassende Überwachung (Monitoring), das automatische Identifizieren von Ineffizienzen und deren Ursachen sowie eine selbständige Fehlerbehebung und Optimierung von Wärmesystemen. Um eine klimaneutrale Raumwärmeversorgung zu ermöglichen, braucht es darüber hinaus erneuerbare Energien, die unabhängig von der Jahreszeit zur Verfügung stehen. Darunter fallen grüne Fernwärme, biogene Brennstoffe, mit erneuerbaren Quellen erzeugte Gase und erneuerbar erzeugter Strom. Für einen beschleunigten Ausbau der erneuerbaren Energien braucht es gesetzliche, regulative und ökonomische Rahmenbedingungen. Instrumente hierfür sind die Verteuerung von fossilen Energien durch eine deutliche Erhöhung der CO2-Abgabe, die Erhöhung der Quote für erneuerbare Energien zur Wärmeerzeugung im Gebäudeenergiegesetz (GEG), ein Verbot der Nutzung von fossilen Energieträgern im GEG, oder eine Verpflichtung zur Installation von Solaranlagen bei Neubauten. Die Publikation gibt Politik und den Marktakteuren Impulse und Orientierung für die Wärmewende. Sie zeigt verschiedene Bausteine auf, wie zum Beispiel die verschiedenen Möglichkeiten klimaneutraler Wärmequellen oder die unterschiedlichen Methoden zur Wärmespeicherung. Sie beinhaltet viele Tipps zum Entwickeln und Planen von nachhaltigen Wärmeversorgungslösungen. Die vollständige VDI-Publikation „Bausteine für eine klimaneutrale Wärmeversorgung“ ist kostenfrei zugänglich. Fachlicher Ansprechpartner: Dr.-Ing. Jochen Theloke VDI-Gesellschaft Energie und Umwelt (GEU) Telefon: +49 211 6214-369 E-Mail: geu@vdi.de Der VDI – Sprecher, Gestalter, Netzwerker Die Faszination für Technik treibt uns voran: Seit 165 Jahren gibt der VDI Verein Deutscher Ingenieure wichtige Impulse für neue Technologien und technische Lösungen für mehr Lebensqualität, eine bessere Umwelt und mehr Wohlstand. Mit rund 140.000 persönlichen Mitgliedern ist der VDI der größte technisch-wissenschaftliche Verein Deutschlands. Wir sprechen für Ingenieurinnen und Ingenieure sowie für die Technik und gestalten so die Zukunft aktiv mit. Über 12.000 ehrenamtliche Expertinnen und Experten bearbeiten jedes Jahr neueste Erkenntnisse zur Förderung unseres Technikstandorts. Als drittgrößter technischer Regelsetzer ist der VDI Partner für die deutsche Wirtschaft und Wissenschaft.                                                               Quelle:PM:2021