Wer hat Lösungen für das Plastikmüll-Problem?
Chemiedidaktik der Universität Osnabrück lobt bundesweiten Schülerwettbewerb aus - Bewerbung bis 25. Juni

OSNABRÜCK.-  Lösungen für das weltweite Problem Plastikmüll will der Osnabrücker Chemie-Didaktiker Prof. Dr. Marco Beeken mittels eines Schülerwettbewerbs – auch Make@thon genannt – suchen. Der Make@thon startet am 2. Juli in digitaler Form. Nach einer Woche frei einteilbarer Teamarbeit findet die Preisverleihung am 11. Juli statt. Dabei gibt es Preisgelder und andere Preise, wie zum Beispiel eine Fahrt nach Brüssel zu gewinnen. Der Wettbewerb richtet sich an Schülerinnen und Schüler ab der Jahrgangsstufe 9. Weitere Infos und Anmeldung bis 25. Juni: www.makeathons.de

Make@thon – der Begriff setzt sich aus den Worten „to make“, für machen, und Marathon zusammen. Es wartet also eine handfeste Herausforderung auf die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler. Die entwickelten Problemlösungen im Reduzieren von Plastikmüll werden in einem kurzen selbst produzierten Film dargestellt, den anschließend die Jury sichtet. 

„Die genaue Aufgabenstellung wird erst bei der Auftaktveranstaltung bekannt gegeben“, erläutert Beeken, der hat mit seiner Arbeitsgruppe Chemiedidaktik, in Kooperation mit dem GDCh-Lehrerfortbildungszentrum Chemie NordWest, dem Rotary-Distrikt 1850 und der Initiative „End Plastic Soup“ den Wettbewerb ins Leben gerufen hat.

Neben dem Klimawandel und dem Erreichen der Ziele des Pariser Klimaabkommens entwickele sich die Plastikmüll- und Mikroplastikthematik zu einer besonderen ökologischen Herausforderung. „Uns allen sind die Bilder von Plastikmüllteppichen in den Ozeanen oder durch Plastikmüll verendete Tiere durch die Medien hinlänglich bekannt“, so Beeken. „Auf der anderen Seite ist Kunststoff aus dem Alltag kaum wegzudenken und trägt – bei sachgemäßem Gebrauch – zu einer nachhaltigen Zukunft bei.“ Ein Informationsdefizit führe bei vielen Menschen dazu, Plastik pauschal abzulehnen und aus dem Alltag zu verbannen. „Statt Mehrweg-Kunststoffflaschen werden Mehrweg-Glasflaschen oder teilweise sogar Dosen gekauft, da diese nachhaltiger seien“, berichtet Beeken. „Dieses ist zum Beispiel hinsichtlich der CO2-Bilanz mitnichten der Fall.“

Für die Schülerinnen und Schüler, die sich am Wettbewerb beteiligen, gibt es an mehreren Abenden Fachvorträge mit Diskussionen zur Plastikthematik. Jedem Team, welches am Wettbewerb teilnimmt, werden Paten zugeteilt. Diese stehen den Schülern bei Problemen oder Fragen zur Verfügung.

Das Make@thon Format wurde von der Arbeitsgruppe Chemiedidaktik unter der Leitung von Prof. Beeken in Zusammenarbeit mit weiteren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Uni Osnabrück und der FH Südwestfalen in der Corona-Krise entwickelt.

 

Bildunterschrift: Mikroplastik in Kosmetikprodukten. Schülerinnen und Schüler ab Jahrgangsstufe 9 sind in einem Wettbewerb aufgerufen, nach Lösungen für das weltweite Problem Plastikmüll zu suchen. Die besten Ideen werden prämiert.
Foto: Chemiedidaktik/Universität Osnabrück

 
Der gesunde Garten: Gartenworkshop im Museum am Schölerberg
Expertin verrät Wissenswertes über ökologische Schädlingsbekämpfung und richtige Düngung

Chemische Mittel versprechen bei Unkraut und Schädlingsbefall schnelle Hilfe, sind aber nicht sehr umweltfreundlich. Mit welchen natürlichen Maßnahmen der eigene Garten frei von Schädlingen bleibt, erfahren Teilnehmer:innen im dreistündigen Workshop „Der gesunde Garten“ des Museums am Schölerberg am Samstag, 19. Juni, von 14 bis 17 Uhr. 

Der Gartenworkshop vermittelt wertvolles Wissen über den Einsatz von Mischkulturen gegen Schädlingsbefall, den Aufbau eines Komposts zur ökologischen Düngung oder die Herstellung von Brühen als natürliches Spritzmittel. Denn gewusst wie, hemmen Öle von Schafgarbe, Kamille und Pfefferminze das Wachstum von Pilzen und Öle von Holunder und Tomaten vertreiben Schadinsekten. 

Teilnehmende des Gartenworkshops lernen, wie sie Brühen und fermentierte Extrakte aus Pflanzen ansetzen. Sie erhalten außerdem ein umfangreiches Infopaket zum Mitnehmen, damit sie Tipps und Tricks im eigenen Garten leichter umsetzen können. 

Die Kosten betragen 15 Euro zuzüglich 7 Euro Materialkosten. Eine Anmeldung ist erforderlich unter Tel. 0541 323-7000 oder per E-Mail an info@museum-am-schoelerberg.de. Treffpunkt ist das Foyer des Museums. Weitere Informationen auf www.museum-am-schoelerberg.de. 

Das Museum am Schölerberg erhält eine neue Dauerausstellung und wird ab dem Sommer 2021 für großzügige Umbauarbeiten geschlossen. Veranstaltungen des Umweltbildungszentrums, zum Beispiel im Museumsgarten, finden weiterhin statt und auch der Grashüpfer, das Umweltmobil des Museums, ist weiterhin buchbar. Das Planetarium wird ebenfalls weiterhin in Betrieb sein, möglicherweise mit vorübergehenden Einschränkungen.

 

Wurmkomposter (c) Lisa Heyn 
© Lisa Heyn

Wurmkomposter (c) Lisa Heyn
Kompost – das älteste und einfachste Recycling- und Düngeverfahren der Welt. 

Brennnessel (c) Lisa Heyn 
© Lisa Heyn

Brennnessel (c) Lisa Heyn
Brennnesseljauche kann als Dünger im Gemüseanbau verwendet werden. 


Es gibt sie doch...💫wunderbare Wunder💫!!! Die Lebensgeschichte von John McGurk ist ein Beweis dafür. Es lohnt sich sehr, dass Buch „Aufstehen, Kilt richten, weiterkämpfen“ zu lesen. Es ist sehr traurig und doch voller Kraft und Hoffnung. Der wundervolle Moment den John, an seinem „Abgrund“ erleben durfte, der sein Leben komplett verändert hat, gab mir den Antrieb dieses Bild (Acryl auf Leinwand,100X120cm) zu malen. Sein Buch habe ich davor gestellt. John Alexander McGurk (* 21. Februar 1961 in Glasgow) ist ein schottischer Papiertechnologe und Extremsportler, der seit 1986 in Osnabrück lebt. Für die Unterstützung von gemeinnützigen Kinderhilfsprojekten in aller Welt, hat er durch sein Engagement bislang über 1,5 Millionen Euro gesammelt.(Wikipedia) http://www.eine-zukunft-fuer-kinder.org/.../wer-ist-john.../ Es folgt noch ein weiteres Bild von John, mit Kohle auf Papier 80 x 80 cm, für meine geplante Ausstellung „Charismatische Osnabrücker Persönlichkeiten“, im Hinblick darauf, was ihnen wichtig ist oder was sie antreibt. Liebste Grüße, lots of Love, dearest greetings, saludos queridos, carissimi saluti, αγαπητοί χαιρετισμοί, très chères salutations, sevgili selamlar, liefste groeten...                               Quelle:  John Alexander McGurk 2021


Große Trauer im Zoo Osnabrück Lang ersehntes Nashornjungtier kam tot zur Welt Fast 17 Monate hat der Zoo Osnabrück auf sein erstes Nashornbaby gewartet und sich monatelang akribisch auf die Geburt vorbereitet. Gestern Abend dann die niederschmetternde Nachricht: Der kleine Nashornbulle kam tot zur Welt. „Das Gefühl lässt sich schwer beschreiben. Wir sind alle sehr traurig, fassungslos und enttäuscht“, beschreibt Tobias Klumpe, zoologischer Leiter und zuständig für die Nashörner, die Stimmung im Zoo Osnabrück. „Freitagnachmittag gab es erste Zeichen für die einsetzende Geburt bei Nashornkuh Amalie. Wir holten sie in den Stall, wo dann gegen 19 Uhr die Fruchtblase platzte. Die Geburt ging recht schnell von statten, kaum schauten die ersten Hufe raus, war auch schon das ganze Kalb draußen.“ Die zwei Zootierärzte Thomas Scheibe und Jannis Göttling, Tobias Klumpe und Nashornrevierleiter Franz Schelshorn beobachteten die Geburt auf dem Bildschirm im benachbarten Sandkatzenhaus. Doch sie sahen gleich: Das Jungtier bewegte sich nicht, atmete nicht. „Wir rannten sofort mit dem medizinischen Equipment rüber in den Nashornstall, trennten Jungtier und Mutter und starteten mit den lebensrettenden Maßnahmen. Doch ohne Erfolg. Das Jungtier regte sich überhaupt nicht, zeigte keinerlei Vitalfunktionen und reagierte in keiner Weise auf Reize“, berichtet Zootierarzt Thomas Scheibe. Alles deutet darauf hin, dass das Jungtier tot zur Welt kam. Es wird in den nächsten Tagen in der Pathologie einer Fachklinik untersucht. „Das war wirklich niederschmetternd für uns. Wir haben uns in den letzten Wochen und Monaten intensiv mit Kollegen und Experten von verschiedenen Fachinstituten ausgetauscht, Ablaufpläne gemäß den vorliegenden Studien und Erkenntnissen aufgestellt, engmaschig die Mutterkuh überwacht mit Nachtschichten und Videoüberwachung“, beschreibt Biologe Klumpe. Auch Franz Schelshorn, seit fast 30 Jahren Tierpfleger und seit 2002 Revierleiter bei den Nashörnern, ist niedergeschlagen: „Der einzige Trost, den wir haben, ist, dass Amalie eine gute Mutter sein wird. Sie berührte ganz vorsichtig ihr erstes Kalb und zeigte viel Interesse, das ist nicht selbstverständlich bei einer Erstgeburt. Sie hat das toll gemacht.“ Schelshorn war überzeugt, dass es ein kleiner Bulle wird und hatte ihm bereits vor der Geburt den Namen „Moses“ gegeben. Amalie konnte sich von ihrem ersten Jungtier noch in Ruhe verabschieden. Der Kuh geht es soweit gut und sie ist nun zurück in ihrer Gruppe mit Vater Miguel und Kuh Lia. Gründe noch unklar Warum der kleine Bulle Moses tot zur Welt kam, ist zurzeit unklar: „Wir haben im Moment noch keine Erklärung dafür. Er war vollständig entwickelt, der Mutter ging es bis zur Geburt gut und es gab vorab keinerlei Anzeichen für diesen Ausgang. Genauso wie in der Natur bleibt auch im Zoo mit tierärztlicher Versorgung ein Restrisiko bei Geburten. Wir hoffen, dass die nun folgenden Untersuchungen aufschlussreich sein werden“, erläutert Zootierarzt Scheibe. Bis alle endgültigen Ergebnisse vorliegen, dauert es einige Wochen, dem Zoo war es jedoch wichtig zeitnah über das traurige Ereignis zu informieren: „Viele unserer Besucher warteten sehnsüchtig auf den Nachwuchs und fragten immer wieder nach. Jetzt liegt das Wochenende vor uns, da wollten wir die – wenn auch traurige – Nachricht nicht erst am Montag überbringen“, so Biologe Klumpe. Am Montag will der Zoo zu einer Pressekonferenz einladen und ausführlich von der Geburt berichten sowie Fragen beantworten. Bildunterschrift: Trauer im Zoo Osnabrück: Nashornkuh Amalie gebar gestern ihr erstes Jungtier, leider kam der Bulle tot zur Welt. Die Untersuchungen in der Pathologie sollen in den nächsten Wochen genauere Erkenntnisse liefern. Fotoquelle: Zoo Osnabrück (Lisa Simon), zur freien Verwendung im Rahmen der Berichterstattung. Über den Zoo Osnabrück Der Zoo Osnabrück wurde 1935 als Arbeitsgemeinschaft Heimattiergarten von Osnabrücker Bürgern gegründet und bereits 1936 als Heimattiergarten eröffnet. Während des Zweiten Weltkriegs wurde der Heimattiergarten größtenteils zerstört, doch anschließend verfolgten die Osnabrücker weiterhin ihr Ziel, für die Stadt einen Zoo zu schaffen. Im Laufe der Jahrzehnte entwickelte sich der Heimattiergarten zum Tiergarten und schließlich zum zoologischen Garten. Heute beherbergt der Zoo auf 23,5 Hektar 2.213 Tiere aus 291 Arten (Stand 31.12.2020). Neueste Erlebniswelten sind der Unterirdische Zoo (2009), die afrikanische Erlebniswelt „Takamanda“ (2010), die nordische Tierwelt „Kajanaland“ (2011) und der Affentempel „Angkor Wat“ (2012). Es folgten der Tigertempelgarten (2014 und der „Orang-Utan Dschungeltempel“ (2017) in diesem Bereich. Im Oktober 2018 neu hinzugekommen ist die nordamerikanische Tierwelt „Manitoba“ mit u.a. Hudson-Bay-Wölfen, Schwarzbären, Waldbisons, Stinktieren und Kanadischen Bibern. 2019 und 2020 wurden mit „Mapungbuwe“ die Nashornanlage und die Löwenanlage vergrößert und mit einem Höhenpfad für Besucher versehen. 2020 besuchten den Zoo Osnabrück 950.000 Besucher.


OSNABRÜCK. - Der neu gestaltete Eingangsbereich des BotanischenGartens der Universität Osnabrück wurde zusammen mit der Ausstellung „Botanik trifft Geologie“ am Freitag, 4. Juni, offiziell mit Stiftern und wenigen geladenen Gästen eröffnet. Am Samstag, 5. Juni, öffnet dann ab 14 Uhr der Botanische Garten nach langer Coronapause wieder seine Freianlagen für alle Besucher Gruppen.

Der neu gestaltete Eingangsbereich des Botanischen Gartens der Universität Osnabrück wurde zusammen mit der Ausstellung „Botanik trifft Geologie“ mit Stiftern und wenigen geladenen Gästen eröffnet: v.l. Prof. Dr. Renate Scheibe vom Freundeskreis, Direktorin Prof. Dr. Sabine Zachgo, Präsidentin Prof. Dr. Susanne Menzel-Riedl sowie die Stifter Michael Prior, Wulf Padecken und Ansgar Pohlmann.
Foto: Elena Scholz/Universität Osnabrück 

Botanik trifft Geologie - Botanischer Garten der Universität Osnabrück öffnet wieder mit neu gestaltetem Eingangsbereich und Dauerausstellung

OSNABRÜCK. - Der neu gestaltete Eingangsbereich des Botanischen Gartens der Universität Osnabrück wurde zusammen mit der Ausstellung „Botanik trifft Geologie“ am Freitag, 4. Juni, offiziell mit Stiftern und wenigen geladenen Gästen eröffnet. Am Samstag, 5. Juni, öffnet dann ab 14 Uhr der Botanische Garten nach langer Coronapause wieder seine Freianlagen für die Besucherinnen und Besucher. 

Unter dem Leitbild „Botanik trifft Geologie“ ist der neue Eingangsbereich an der Albrechtstraße Rahmen und Ausgangspunkt für eine Reise in die Erdgeschichte und die Geschichte pflanzlichen Lebens an Land. „An verschiedenen Exponaten – Gesteinen, lebenden Pflanzen und pflanzliche Versteinerungen – aus unterschiedlichen geologischen Formationen wird die Entwicklung der Landpflanzen aus den vergangenen rund 360 Millionen Jahren im Botanischen Garten sicht- und erlebbar gemacht“, erläutert Prof. Dr. Sabine Zachgo, Direktorin des Botanischen Gartens der Universität Osnabrück. 

Eine Ausstellung zu Moosen zeigt im Foyer des Verwaltungsgebäudes die ersten wichtigen Anpassungs­strategien, die es diesen ältesten Landpflanzen ermöglichten, vor über 500 Millionen Jahren dauerhaft die schützende Umgebung des Wassers zu verlassen. Ein Wandbild der Künstlerin Mareike Woltring illustriert die wichtigsten Schritte der aktuellen Biodiversitäts-Forschungsthemen, der Anpassung pflanzlichen Lebens vom Wasser an Land.

Die Neugestaltung des Eingangsbereiches und die Dauerausstellung „Botanik trifft Geologie“ wurden von der Friedel & Gisela Bohnenkamp-Stiftung, der Stiftung der Sparkasse Osnabrück, der Stiftung Stahlwerk Georgsmarienhütte, dem Freundeskreis des Botanischen Gartens und der Universität Osnabrück mit ca. 144.000 Euro gefördert. Der Entwurf beruht auf einer Planung des Osnabrücker Architekten Martin Rohling in Kooperation mit dem Gebäudemanagement und dem Botanischen Garten der Universität. 

Das Konzept „Botanik trifft Geologie“ wurde von der Direktorin und dem Kustus Dr. Nikolai Friesen, gemeinsam mit Ulrich Rösemann und Yvonne Bouillon (Technische Leitung) sowie dem Freundeskreis des Botanischen Gartens entwickelt und umgesetzt. Die fachliche Unterstützung kam vom Geologen Fabian Müller (Terra Vita). Die Grüne Schule unter Leitung von Claudia Grabowski-Hüsing wird künftig ein vielfältiges Bildungsangebot zu dieser Thematik für unterschiedliche Zielgruppen anbieten. Auch Führungen zur Ausstellung sind vorgesehen.

Die Besonderheit des Osnabrücker Botanischen Gartens ist seine Lage inmitten von zwei ehemaligen Steinbrüchen. Sie sind somit Kulisse und Teil der Geschichte zugleich. Die meterhohen Steilwände und Abbrüche aus Kalkstein sind durch Austrocknung eines Meeres vor rund 235 Millionen Jahren im Zeitalter des Unteren Muschelkalk der Trias-Epoche entstanden. 

„Das Konzept der Verknüpfung von Botanik und regionaler Geologie ist bislang einmalig und lädt dazu ein, der Spur der Steine zu folgen und mehr über die Faszination der Pflanzenwelt und der Ausprägung ihrer enormen Vielfalt zu erfahren“, erklärt Direktorin Prof. Zachgo, die als Pflanzengenetikerin die Anpassungsmechanismen der Pflanzen an sich veränderte Umweltbedingungen untersucht.

Die Öffnungszeiten des Botanischen Gartens der Universität Osnabrück: Montag bis Freitag 8 bis 20 Uhr, Samstag 14 bis 20 Uhr und am Sonn- und Feiertag 10 bis 20 Uhr.

 

Bildunterschrift 1: Der neu gestaltete Eingangsbereich des Botanischen Gartens der Universität Osnabrück wurde zusammen mit der Ausstellung „Botanik trifft Geologie“ mit Stiftern und wenigen geladenen Gästen eröffnet: v.l. Prof. Dr. Renate Scheibe vom Freundeskreis, Direktorin Prof. Dr. Sabine Zachgo, Präsidentin Prof. Dr. Susanne Menzel-Riedl sowie die Stifter Michael Prior (Bohnenkamp-Stiftung), Wulf Padecken (Stiftung der Sparkasse Osnabrück) und Ansgar Pohlmann (Stahlwerkstiftung Georgsmarienhütte).
Foto: Elena Scholz/Universität Osnabrück

Bildunterschrift 2: Unter dem Leitbild „Botanik trifft Geologie“ ist der neue Eingangsbereich an der Albrechtstraße Rahmen und Ausgangspunkt für eine Reise in die Erdgeschichte. Die erste Ausstellungstafel wurde von der Präsidentin Prof. Dr. Susanne Menzel-Riedl und Direktorin Prof. Dr. Sabine Zachgo enthüllt. Ab Samstag, 5. Juni ist der Botanische Garten wieder für die Öffentlichkeit geöffnet.
Foto: Elena Scholz/Universität Osnabrück

  


Zoo Osnabrück: Zwei Bisonkälber finden Ammenkuh Nach Tod der Mutterkuh auf Bauernhof untergebracht Nachdem im Zoo Osnabrück Bisonkuh Gwenda völlig überraschend letzte Woche verstarb, blieben zwei Bisonkälber ohne Muttertier und damit ohne Milch zurück. Die Verantwortlichen versuchen alles, um die Jungtiere zu retten, nach einigen Hürden scheinen sie jetzt vorerst versorgt zu sein. „Zunächst muss man wissen, dass Waldbisons Wildtiere sind. Anders als bei Hausrindern ist es sehr viel schwieriger, mit ihnen umzugehen, auch wenn sie an ihre Tierpfleger gewöhnt sind. Die in dieser Situation notwendige Nähe zu den Tieren ist auch mit einem Risiko für uns behaftet“, berichtet Tobias Klumpe, als zoologischer Leiter zuständig für den Bereich „Manitoba“ im Zoo Osnabrück, wo die Waldbisons wohnen. „Allein die Bisonkälber in der Anlage im Stall zu separieren, war schon sehr schwierig. Als wir das geschafft hatten, konnten wir uns ihnen aber kaum nähern, ohne dass sie in Panik gerieten. So wurde uns klar, dass eine Flaschenaufzucht eine große Herausforderung werden würde.“ Also beriet sich das Team weiter – auch mit Kollegen aus dem Tierpark Nordhorn, wo es schon einmal einen ähnlichen Fall gab. Schließlich stand der Plan eine Ammenkuh zu finden, die die beiden Bisonkälber versorgen würde. Das konnte allerdings nur eine normale Milchkuh sein, da es sehr selten ist, dass Bisonkühe fremde Kälber übernehmen. „Diese Lösung ist allerdings auch nicht einfach, denn die Tiere kommunizieren tatsächlich anders, auch wenn beides Rinder sind. Aber es war die einzige Chance. Zum Glück erklärte sich ein landwirtschaftlicher Betrieb in der Osnabrücker Region dazu bereit, die Bisonkälber zu nehmen und eine Milchkuh zu den beiden zu stellen“, berichtet Klumpe weiter. Schwieriger Start mit Ammenkuh Doch auch hier wollte der Plan zunächst nicht aufgehen, weder die Milchkuh noch die Bisonjungtiere schienen glücklich über die neue Familienzusammenstellung zu sein. „Nach ein, zwei Tagen haben sie sich aber doch noch angenähert. Inzwischen trinken die Kälber bei der Kuh und sie lässt sie gewähren. Nun müssen wir schauen, wie sie die Milch vertragen, denn die Zusammensetzung ist anders“, so Zootierarzt Thomas Scheibe. Aber es sehe ganz gut aus. Ein paar Wochen sollen die Bisonkälber nun in dem Stall bleiben und nach und nach auch an festes Futter gewöhnt werden. Eigentlich werden Kälber circa sechs Monate gesäugt, hier müsse man schauen, wie sich die Jungtiere entwickeln und wie sie die Milch vertragen. Wie es danach weitergeht, sei auch noch fraglich, so der Zootierarzt: „Entweder versuchen wir sie nochmal in unsere Herde einzugewöhnen oder wir geben sie wie mittelfristig eh notwendig direkt an einen anderen Zoo oder Wildpark ab. Das klären wir in den nächsten Wochen – jetzt sind wir erstmal froh, dass die Jungtiere vorerst versorgt sind.“ Die beiden Bisonkälber kamen Anfang und Mitte Mai im Zoo Osnabrück zur Welt. Mutterkuh Eliza konnte aufgrund einer Euterentzündung ihr Junges nicht versorgen, sodass die nun verstorbene Gwenda beide Jungtiere säugte. Warum Gwenda so plötzlich verstarb, konnte bislang noch nicht geklärt werden, die Untersuchung der Pathologie der Tierärztlichen Hochschule in Hannover ist noch nicht abgeschlossen. Wissenswertes über den Waldbison (Bison Bison Athabascae) Während der Präriebison in den Weiten der Grassteppen Nordamerikas zuhause ist, beschränkt sich das Vorkommen des Waldbisons auf einige Teile von Alaska und Kanada. Sie halten sich bevorzugt in Waldgebieten auf, sind aber keine reinen Waldbewohner. Ihre Nahrung besteht aus Laub, Zweigen und Rinde, aber auch aus Flechten, Kräutern und Gräsern. Wie alle Rinderartigen sind auch die Bisons Wiederkäuer. Waldbisons leben in Herden, die allerdings deutlich kleiner sind als die der Präriebisons und nur aus einigen Kühen mit ihrem Nachwuchs bestehen. Die Bullen leben am Rande dieser Gruppen. Waldbisons können etwa 30 Jahre alt werden. Die Tiere können bis zu 50 km/h schnell werden, obwohl die Bullen fast eine Tonne Gewicht auf die Waage bringen. Bei der Geburt wiegt ein Kalb zwischen 20 und 30 Kilogramm. 1957 wurde die letzte reinblütige Herde Waldbisons in Kanada entdeckt und unter Schutz gestellt. Rund 50 Jahre später war der Bestand wieder auf etwa 3.000 Tiere gewachsen. Heute gilt die Tierart als „potenziell gefährdet“. Bildunterschrift: Die zwei Bisonkälber aus dem Zoo Osnabrück haben eine Ammenkuh gefunden, eine Milchkuh auf einem landwirtschaftlichen Betrieb in der Region Osnabrück. Nach anfänglichen Schwierigkeiten trinken die Kälber nun bei der Kuh und scheinen sich gut zu entwickeln. Ob die Kälber später zurück in den Zoo Osnabrück gehen oder in einen anderen Zoo reisen, ist noch offen. Bildquelle Bison Kalb: Zoo Osnabrück (Felina Schmeckenbecher), zur freien Verwendung im Rahmen der Berichterstattung Bildquelle Bison Kälber Milchkuh: Zoo Osnabrück (Lisa Simon), zur freien Verwendung im Rahmen der Berichterstattung (dieses Bild wurde bearbeitet: Die Ohrmarke der Milchkuh wurde unkenntlich gemacht) Über den Zoo Osnabrück Der Zoo Osnabrück wurde 1935 als Arbeitsgemeinschaft Heimattiergarten von Osnabrücker Bürgern gegründet und bereits 1936 als Heimattiergarten eröffnet. Während des Zweiten Weltkriegs wurde der Heimattiergarten größtenteils zerstört, doch anschließend verfolgten die Osnabrücker weiterhin ihr Ziel, für die Stadt einen Zoo zu schaffen. Im Laufe der Jahrzehnte entwickelte sich der Heimattiergarten zum Tiergarten und schließlich zum zoologischen Garten. Heute beherbergt der Zoo auf 23,5 Hektar 2.213 Tiere aus 291 Arten (Stand 31.12.2020). Neueste Erlebniswelten sind der Unterirdische Zoo (2009), die afrikanische Erlebniswelt „Takamanda“ (2010), die nordische Tierwelt „Kajanaland“ (2011) und der Affentempel „Angkor Wat“ (2012). Es folgten der Tigertempelgarten (2014 und der „Orang-Utan Dschungeltempel“ (2017) in diesem Bereich. Im Oktober 2018 neu hinzugekommen ist die nordamerikanische Tierwelt „Manitoba“ mit u.a. Hudson-Bay-Wölfen, Schwarzbären, Waldbisons, Stinktieren und Kanadischen Bibern. 2019 und 2020 wurden mit „Mapungbuwe“ die Nashornanlage und die Löwenanlage vergrößert und mit einem Höhenpfad für Besucher versehen. 2020 besuchten den Zoo Osnabrück 950.000 Besucher.