Die zwei Sparkassenstiftungen aus Stadt und Landkreis Osnabrück spenden 300.000 Euro für die neue Löwenanlage, die ab November vergrößert wird. Darüber freuen sich: Angelika Mösche (Bauleiterin, Büro Drecker), Dr. Michael Lübbersmann (Landrat des Landkreises Osnabrück und Vorsitzender des Stiftungsrates der Stiftung der Sparkassen im Landkreis Osnabrück), Johannes Hartig (Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Osnabrück), Reinhard Sliwka (Zoopräsident) und Wolfgang Griesert (Oberbürgermeister der Stadt Osnabrück und Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung der Sparkasse Osnabrück; v.l.n.r.).


300.000 Euro für die Osnabrücker Löwen Großzügige Unterstützung dank Sparkassen Stiftungen Löwenstark: Die Stiftung der Sparkasse Osnabrück und die Stiftung der Sparkassen im Landkreis Osnabrück spenden insgesamt 300.000 Euro für die Vergrößerung der Löwenanlage im Zoo Osnabrück. Die Bauarbeiten starten im November und sollen bis zum Frühjahr 2020 abgeschlossen sein. „Der Zoo Osnabrück ist ein sehr wichtiger Ort für die Menschen in unserer Region – zur Erholung, aber auch zur Bildung: Knapp 15.000 Schülerinnen und Schüler kommen jedes Jahr in die Zooschule, um mit den Zoopädagogen die Tierwelt kennenzulernen, und viele weitere Schulklassen erkunden selbstständig den Zoo. Wir möchten helfen dieses wichtige Bildungsangebot zu erhalten, indem wir helfen die Tierhaltung weiter zu verbessern“, betonte Wolfgang Griesert, Oberbürgermeister der Stadt Osnabrück und Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung der Sparkasse Osnabrück, den Hintergrund der wohl größten Spende für den Umbau der Löwenanlage. Diese ist mit anteilig 210.000 Euro gleichzeitig eine der größten Spenden der Stiftung. Dr. Michael Lübbersmann, Landrat des Landkreises Osnabrück und Vorsitzender des Stiftungsrates der Stiftung der Sparkassen im Landkreis Osnabrück, die 90.000 Euro hinzufügt, ergänzte: „Wir freuen uns, dass wir den Zoo bei seiner tollen Arbeit unterstützen können. Davon profitieren nicht nur die Menschen hier vor Ort, sondern auch die Umwelt. Denn Zoos fördern Natur- und Artenschutzprojekte. So wurden vom Zoo Osnabrück bereits Schutzprogramme für Flachlandtapire oder für den Drill unterstützt.“ Die Vergrößerung der Löwenanlage ist Teil des Großprojekts „Mapungubwe“, zu dem auch die Vergrößerung der Nashornanlage gehört. Hierfür spendete die Sparkasse Osnabrück Anfang 2019 bereits 90.000 Euro, sodass die Spendensumme sich insgesamt auf 390.000 Euro beläuft. Wie geht es bei den Löwen weiter? Nachdem die Umbauarbeiten bei den Breitmaulnashörnern seit wenigen Tagen abgeschlossen sind, erfuhren die Unterstützer bei der symbolischen Spendenscheckübergabe alles über die anstehenden Bauarbeiten beim König der Tiere, dem Löwen Nakuru und seinem vierköpfigen Rudel. Bauleiterin Angelika Mösche vom Büro Drecker berichtete: „Weil sich die Löwenanlage direkt im Eingangsbereich befindet, starten die Arbeiten erst im November in der etwas Besucher schwächeren Zeit. Wir beginnen mit den Bodenarbeiten für den neuen Höhenpfad entlang der Gehege und müssen hier das Einstiegsniveau anheben.“ Die Höhenpfade hatte der Zoo bereits in der Vergangenheit erfolgreich eingesetzt, um die waldige, hügelige Lage optimal zu nutzen. So führen Höhenpfade auch entlang der Nashörner, durch den Wolfswald oder durch die nordische Tierwelt „Kajanaland“. „Der 85 Meter lange und bis zu 5 Meter hohe Pfad ermöglicht gitterlose Einblicke in die Gehege und eröffnet den Blink links auf das Löwenrudel und rechts auf Giraffen und Antilopen. Diese Panoramablicke werden das Highlight des neuen Bereichs, neben einem künstlichen Baobab-Baum im Löwengehege“, freut sich Mösche auf das neue Projekt. Zusätzlich sei der Pfad barrierefrei und verteile die Steigung entlang der Strecke gleichmäßiger und damit angenehmer. Bereits im Frühjahr 2020 soll der Bereich fertig sein, wenn das Wetter entsprechend mitspielt. Bau in verschiedenen Abschnitten Die Tiere bleiben während der Umbauarbeiten vor Ort, wie Andreas Wulftange, Kurator und Biologe im Zoo Osnabrück, erläutert: „Zwar bedeuten Bauarbeiten für Tiere wie auch für Menschen einen gewissen Stress wegen des Lärms, aber ein Umzug in einen anderen Zoo wäre aufgrund von Narkose, Transport und neuer Umgebung ebenfalls mit viel Stress und Risiken verbunden. Wir werden zunächst mit dem neuen Außenbereich starten, sodass die Löwen erst in ihrer alten Anlage bleiben. Ist der neue Bereich fertig, wechseln sie dort hin und die Arbeiten starten im alten Bereich.“ Erfahrungen mit dem Bauvorgehen in verschiedenen Abschnitten konnten alle Beteiligten bereits bei den Nashörnern sammeln, die während des Umbaus ebenfalls vor Ort blieben. „Inzwischen fühlen sich die Dickhäuter mit ihren Mitbewohnern, den Chapman-Zebras und den Pinselohrschweinen, auf ihrer neuen Außenanlage sehr wohl. Anfangs waren sie noch etwas zurückhaltend, denn alles Neue ist für Tiere erst einmal unheimlich, aber inzwischen haben sie alle Bereiche erkundet und nutzen die gesamte Außenanlage“, berichtet Wulftange. Johannes Hartig, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Osnabrück, bedankte sich bei den Anwesenden für die Einblicke in das Bauprojekt: „Die Sparkasse Osnabrück begleitet den Zoo schon sehr lange als Partner und wir freuen uns, dass wir helfen können, die Haltungen für die Tiere immer weiter zu verbessern. So haben wir schon Orang-Utan Buschi bei seinem neuen Heim geholfen oder auch bei der Realisierung der nordeuropäischen Tierwelt ‚Kajanaland‘“. Zoopräsident Reinhard Sliwka ist froh, den langjährigen Partner an der Seite zu wissen: „Wir sind den Stiftungen und ihren Vertretern sehr dankbar für diese großzügige Summe. Der Umbau kostet insgesamt 4 Millionen Euro, das hätten wir alleine nicht stemmen können. Schließlich finanzieren wir uns so gut wie selbst und gerade Investitionen in neue Tiergehege sind für uns schwer alleine zu realisieren.“ Zahlen zu „Mapungubwe“ Dank des insgesamt 4 Millionen Euro schweren Umbaus „Mapungubwe“ erhalten die tierischen Bewohner sehr viel mehr Platz: Der Außenbereich der Nashörner, Zebras und Pinselohrschweine vergrößert sich von 2.670 Quadratmetern auf 3.200 Quadratmeter. Die Umbaukosten für diesen Bereich belaufen sich auf 1,5 Millionen Euro. Die Außenanlage der Löwen vergrößert sich von 593 Quadratmetern auf 1.856 Quadratmetern. Damit wird sie etwa drei Mal so groß sein, sodass auch wieder Löwennachwuchs möglich wird. Die Ställe vergrößern sich ebenfalls. Der Umbau wird zusätzlich mit Mitteln aus dem europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) mit 1 Millionen Euro gefördert sowie durch kommunal verbürgte Kredite und Spenden finanziert. Hierfür wurde auch der Verein „Löwen für Löwen gegründet, der bereits über 350.000 Euro sammelte. Bildunterschrift Die zwei Sparkassenstiftungen aus Stadt und Landkreis Osnabrück spenden 300.000 Euro für die neue Löwenanlage, die ab November vergrößert wird. Darüber freuen sich: Angelika Mösche (Bauleiterin, Büro Drecker), Dr. Michael Lübbersmann (Landrat des Landkreises Osnabrück und Vorsitzender des Stiftungsrates der Stiftung der Sparkassen im Landkreis Osnabrück), Johannes Hartig (Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Osnabrück), Reinhard Sliwka (Zoopräsident) und Wolfgang Griesert (Oberbürgermeister der Stadt Osnabrück und Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung der Sparkasse Osnabrück; v.l.n.r.). Bildquelle: Zoo Osnabrück (Lisa Josef), zur freien Verwendung im Rahmen der Berichterstattung Wissenswertes zu „Löwen für Löwen“ Der Verein „Löwen für Löwen“ wurde am 24. August 2016 gegründet, um Geld für die Vergrößerung der Löwenanlage zu sammeln. Alle Löwenfans können eine Mitgliedschaft in dem Verein für 80 Euro beantragen. Zusätzlich freut sich der Verein über Spenden anlässlich von Jubiläen oder Geburtstagen. Auch die Erlöse von zusätzlichen Aktionen wie „Kino für Löwen“, das „Rudelsingen“, die „Zoo-Auktion“ oder die „Löwenmahlzeit“ gehen an den Verein und kommen so den Osnabrücker Löwen zugute. Aktuell kamen so bereits etwa 350.000 Euro zusammen, das Spendenziel des Vereins liegt bei 500.000 Euro. Wer den Verein und damit das Löwenrudel unterstützen möchte, erhält weitere Informationen beim Zoo Osnabrück unter zoo@zoo-osnabrueck.de Über den Zoo Osnabrück Der Zoo Osnabrück wurde 1935 als Arbeitsgemeinschaft Heimattiergarten von Osnabrücker Bürgern gegründet und bereits 1936 als Heimattiergarten eröffnet. Während des Zweiten Weltkriegs wurde der Heimattiergarten größtenteils zerstört, doch anschließend verfolgten die Osnabrücker weiterhin ihr Ziel, für die Stadt einen Zoo zu schaffen. Im Laufe der Jahrzehnte entwickelte sich der Heimattiergarten zum Tiergarten und schließlich zum zoologischen Garten. Heute beherbergt der Zoo auf 23,5 Hektar 2.261 Tiere aus 289 Arten. Neueste Erlebniswelten sind der Unterirdische Zoo (2009), die afrikanische Erlebniswelt „Takamanda“ (2010), die nordische Tierwelt „Kajanaland“ (2011) und der Affentempel „Angkor Wat“ (2012). 2014 wurde der Tigertempelgarten im Bereich „Angkor Wat“ eröffnet. Als dritter Bestandteil wurde im Herbst 2017 der „Orang-Utan Dschungeltempel“ in diesem Bereich fertig gestellt. Im Oktober 2018 neu hinzugekommen ist die nordamerikanische Tierwelt „Manitoba“ mit u.a. Hudson-Bay-Wölfen, Schwarzbären, Waldbisons, Stinktieren und Kanadischen Bibern. 2018 besuchten den Zoo Osnabrück 1.015.000 Besucher.


Kletterfreudige Jungtiere:   Schimpansengeburt  im ZOO & Nachwuchs  bei den Weißscheitelmangaben

Ein junger Schimpanse kam am vergangenen Mittwochmorgen im Zoo Osnabrück in der Afrika-Tierwelt „Takamanda“ zur Welt. Nur wenige Wegbiegungen weiter erkundet das im Juni geborene Jungtier der stark bedrohten Weißscheitelmangaben bereits sein Zuhause. 

 


Zoo Osnabrück, 23.07.2019 Open Air-Kino im Zoo mit Filmfiguren und Horrorgestalten Zusätzliche Aktionen zum Kino im Herzen des Zoos Am 1. August startet das 1. Open Air-Kino im Zoo Osnabrück mit insgesamt 16 Vorstellungen im Herzen des Zoos. Bei ausgewählten Filmen warten zusätzlich tolle Aktionen auf die Besucher. „Beim Open Air-Kino im Zoo ist für jeden Geschmack etwas dabei – egal, ob man bei Filmen am liebsten lacht, sich gruselt, Spannung liebt oder sich gerne musikalisch mitreißen lässt“, berichtet Jennifer Ludwig, Veranstaltungsfachwirtin im Zoo Osnabrück. „Der Film ‚Der König der Löwen‘ ist trotz Zusatzvorstellung bereits ausverkauft – für alle anderen Filme gibt es noch Karten.“ Vom 1. August bis 1. September laufen erstmals im Zoozentrum in Kooperation mit der Filmpassage Osnabrück jeweils donnerstags bis samstags verschiedene Blockbuster: Am „Helden-Donnerstag“ können sich abendliche Zoobesucher auf Filme wie „Captain Marvel“ oder „Deadpool 2“ freuen, am „Famous Friday“ laufen „Der Junge muss an die frische Luft“ oder „Rocketman“ und der „Safari-Samstag“ wird tierisch mit „Jurassic World“ oder „Pets 2“. Auch auf den Kassenschlager „Avengers: Endgame“, der mittlerweile als erfolgreichster Film aller Zeiten gilt, können sich die Besucher freuen. Von kuschelig bis schaurig: Zusatzaktionen bei ausgewählten Filmen An den Kinoabenden öffnet der Zoo ab 18:30 Uhr erneut seine Tore, damit die Cineasten noch Seelöwen oder Elefanten einen Besuch abstatten und ihr Abendessen in den Zoo verlegen können. Die Filme starten mit Sonnenuntergang. „Die Atmosphäre im abendlichen Zoo ist schon ganz besonders, aber wir wollen die Abende unvergesslich für die Besucher machen“, erklärt Jennifer Ludwig. „Bei den Horrorfilm-Abenden steigt der Gruselfaktor noch mehr, wenn unsere Halloween-Erschrecker wieder zum Einsatz kommen.“ Aktiv werden die Horrorgestalten am 10. August bei „Friedhof der Kuscheltiere“ sowie am 30. August bei „ES“. Kuschelig hingegen wird der 24. August, wenn bei „Pets 2“ tierische Walking Acts auf die Besucher im Zoozentrum warten, mit denen sie gemeinsam Fotos machen können. Außerdem haben die Besucher die Möglichkeit, an einer Fotostation Erinnerungsfotos zu machen. Am 15. August wird ein „Aquaman“ ebenfalls im Zoo für Fotos zur Verfügung stehen, wenn der gleichnamige Film läuft. „Gemeinsam mit dem ‚FitnessLOFT Georgsmarienhütte‘ haben wir einen Aquaman-Darsteller gesucht und sind fündig geworden“, so Ludwig. Mit ihrem Ticket für die Blockbuster unterm Sternenhimmel tun die Besucher zudem Gutes: Der Reinerlös des Kartenverkaufs geht an den Verein „Löwen für Löwen“ und damit an die Vergrößerung der Löwenanlage. Noch sind Tickets für alle Filme, ausgenommen „Der König der Löwen“, an der Kasse der Filmpassage Osnabrück oder unter www.filmpassage.de erhältlich. Am Veranstaltungstag wird, soweit noch Tickets vorhanden sind, ab 18:30 Uhr eine Abendkasse im Zoo Osnabrück eingerichtet. Weitere Informationen zur Veranstaltung gibt es auf www.zoo-osnabrueck.de oder unter www.filmpassage.de. Jahreskartenbesitzer erhalten gegen Vorlage ihrer Jahreskarte eine kleine Tüte Popcorn gratis. Unterstützt wird das Open Air-Kino von der Filmpassage Osnabrück als Hauptsponsor sowie dem Autohaus Rahenbrock, der Hagensieker & Trame GmbH VGH Versicherungen sowie der Agentur „alles bestens. Schäfer events und medien“. 1. Open Air-Kino im Zoo Osnabrück im Überblick · 1.-31. August 2019 (+Zusatztermin „Der König der Löwen“ am 1.9.) · Einlass: 18:30 Uhr – 21 Uhr, Zooeintritt (ab 18:30 Uhr) inklusive · Filmbeginn mit Sonnenuntergang · Am „Affentempel“ im Herzen des Zoos · Vorkasse: 16,50 Euro, Abendkasse 17,50 Euro · Tickets ab sofort erhältlich unter www.filmpassage.de oder an der Kasse der Filmpassage; Abendkasse nur im Zoo (falls noch Tickets verfügbar) · Freie Platzwahl · Die Gastronomie am „Affentempel“ hat geöffnet · Gegen Vorlage der gültigen Jahreskarte erhalten Jahreskartenbesitzer eine kleine Tüte Popcorn (pro Abend einmal). · Leinwand: 8 x 4 Meter · Der Reinerlös geht an den Verein „Löwen für Löwen“ für den Umbau und die Vergrößerung der Löwenanlage Alle Filme im Überblick · Helden-Donnerstag: Deadpool 2 (1.8.), Captain Marvel (8.8.), Aquaman (15.8.), X-Men Dark Phoenix (22.8.), Avengers: Endgame (29.8.) · Famous Friday: Der Junge muss an die frische Luft (2.8.), Bohemian Rhapsody (9.8.), Rocketman (16.8.), A Star ist born (23.8.), ES (30.8.) · Safari-Samstag: Jurassic World: Das gefallene Königreich (3.8.), Friedhof der Kuscheltiere (10.8.), Phantastische Tierwesen: Grindelwalds Verbrechen (17.8.), Pets 2 (24.8.), Der König der Löwen (31.8.; ausverkauft), Zusatztermin Der König der Löwen (1.9.; ausverkauft) Bildunterschrift: Mit „Aquaman“ Erinnerungsfotos machen: Wer Tickets für das Open Air-Kino im Zoo hat, kann sich auf viele Aktionen bei verschiedenen Filmen freuen. Bildquelle: Zoo Osnabrück (Hanna Räckers)


Farbenfrohe Ausstellung für Frieden und Toleranz „United Buddy Bears“ noch bis 28. Juli im Zoo Osnabrück Noch bis zum 28. Juli können Besucher im Zoo Osnabrück die Ausstellung „United Buddy Bears – The Art of Tolerance“ sehen. Die insgesamt 93 Bärenskulpturen werben farbenfroh und mit spannenden Details für Frieden, Toleranz und Völkerverständigung. 93 Bären zogen vor kurzem in den Zoo Osnabrück – im Gepäck eine wichtige Botschaft: „Wir müssen uns besser kennenlernen, dann können wir uns besser verstehen, mehr vertrauen und besser zusammenleben“ lautet das Motto der neuen Zoobewohner. Die Ausstellung „United Buddy Bears – The Art of Tolerance“ zeigt Bärenskulpturen aus verschiedenen Ländern der Vereinten Nationen, jede wurde von einem Künstler ihres Heimatlandes individuell gestaltet. Die Zoobesucher können auf den farbenfrohen Bären allerhand entdecken: Von fremden Schriftzeichen über wilde Tiere bis zu traumhaften Stränden verkörpern die Skulpturen die Vielfalt der Kulturen. „Wer die Bären noch sehen möchte, sollte sich allerdings beeilen. Denn am 29. Juli reisen die Figuren bereits wieder ab“, berichtet Jennifer Ludwig, Veranstaltungsfachwirtin im Zoo Osnabrück. „Die Ausstellung ist im Zooeintritt inklusive und kann während der regulären Zoo-Öffnungszeiten auf dem Platz am Affentempel bestaunt werden.“ Im Herzen des Zoos stehen die Bären „Hand in Hand“ und werben so für ein friedliches Miteinander. Wichtige Botschaft und tierische Unterstützung Die Ausstellung verbreitet aber nicht nur die wichtige Botschaft von Frieden und Toleranz unter den Zoobesuchern, sondern unterstützt auch finanziell. Die Bären wurden für jeweils 2.500 Euro an regionale Unternehmen verpatet: 2.000 Euro gehen an die Vergrößerung der Löwenanlage im Zoo und 500 Euro erhält die Stiftung „Eine Zukunft für Kinder“, die ihren Anteil an die SOS Kinderdörfer weitergibt. Ein besonderes Andenken an die Ausstellung können Besucher im Souvenir-Shop „Safari-Eck“ erstehen: „Für Zuhause gibt es die Buddy-Bären quasi im Mini-Format in der ‚Wildlife-Edition‘. Außerdem können Bären-Fans hier das Kinderbuch von ‚Bärenvater‘ Dr. Klaus Herlitz ‚Die Buddy Bären und der schneeweiße Elefant kaufen‘“, so Ludwig. Das „Safari-Eck“ hat täglich von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Die Buddy-Bären im Überblick · Ausstellungstitel: „United Buddy Bears – The Art of Tolerance“ · 90 Länderbären plus 3 Sonderbären im Zoo Osnabrück · Ausstellungszeitraum 22. Juni bis 28. Juli · Aufgestellt im Zoozentrum am Affentempel in der asiatischen Tierwelt „Angkor Wat Noch bis zum 28. Juli können Besucher im Zoo Osnabrück die Ausstellung „United Buddy Bears – The Art of Tolerance“ sehen. Die farbenfrohen Bärenskulpturen werben im Herzen des Zoos für Frieden und Toleranz. Bildquelle: Zoo Osnabrück (Svenja Vortmann), Über den Zoo Osnabrück Der Zoo Osnabrück wurde 1935 als Arbeitsgemeinschaft Heimattiergarten von Osnabrücker Bürgern gegründet und bereits 1936 als Heimattiergarten eröffnet. Während des Zweiten Weltkriegs wurde der Heimattiergarten größtenteils zerstört, doch anschließend verfolgten die Osnabrücker weiterhin ihr Ziel, für die Stadt einen Zoo zu schaffen. Im Laufe der Jahrzehnte entwickelte sich der Heimattiergarten zum Tiergarten und schließlich zum zoologischen Garten. Heute beherbergt der Zoo auf 23,5 Hektar 2.261 Tiere aus 289 Arten. Neueste Erlebniswelten sind der Unterirdische Zoo (2009), die afrikanische Erlebniswelt „Takamanda“ (2010), die nordische Tierwelt „Kajanaland“ (2011) und der Affentempel „Angkor Wat“ (2012). 2014 wurde der Tigertempelgarten im Bereich „Angkor Wat“ eröffnet. Als dritter Bestandteil wurde im Herbst 2017 der „Orang-Utan Dschungeltempel“ in diesem Bereich fertig gestellt. Im Oktober 2018 neu hinzugekommen ist die nordamerikanische Tierwelt „Manitoba“ mit u.a. Hudson-Bay-Wölfen, Schwarzbären, Waldbisons, Stinktieren und Kanadischen Bibern. 2018 besuchten den Zoo Osnabrück 1.015.000 Besucher.


Zoo Osnabrück, 27.06.2019 Zoo Osnabrück: Wolfswelpen endlich für Besucher zu sehen Jungtiere bei Murmeltieren und Vikunjas Wolfswelpen tapsen durch die neue nordamerikanische Tierwelt „Manitoba“ im Zoo Osnabrück und Besucher können sie immer häufiger bei ihren Erkundungstouren beobachten. Weiterer Nachwuchs kam bei den Murmeltieren und Vikunjas zur Welt. Neugierig tapsen sie durch das hohe Gras auf ihrer Anlage in der nordamerikanischen Tierwelt „Manitoba“ im Zoo Osnabrück: die kleinen Welpen der weißen Hudson Bay-Wölfe. „Die Welpen gehen nun immer häufiger auf Erkundungstour durch ihr Zuhause. Insgesamt konnten wir sieben Jungtiere zählen“, berichtet Tobias Klumpe, wissenschaftlicher Kurator im Zoo Osnabrück. Im Gegensatz zu ihren ausgewachsenen Artgenossen haben die Jungtiere noch ein bräunlich-beiges Fell, das sie gut auf dem sandigen Boden tarnt. Die ersten drei bis vier Lebenswochen verbrachten die Jungtiere noch in einer geschützten Wurfhöhle. „Wir bieten den Wölfen auf der Anlage mehrere Höhlen an, die auch für mögliche Untersuchungen für die Tierpfleger zugänglich sind. Dieses Rudel hat allerdings seine eigene Höhle in den Sand gegraben. Deshalb können wir die Jungtiere nicht so einfach aus der Höhle nehmen und untersuchen, um zum Beispiel das Geschlecht zu bestimmen. Vorerst beobachten wir die Jungen genau aus der Ferne und schauen, ob sie sich gut entwickeln und fit sind.“ Zu Beginn machten die Welpen nur kurze Ausflüge in der Nähe ihrer Höhle. „Mittlerweile sind die kleinen Wölfe fast zwei Monate alt und werden mutiger. Sie trauen sich immer weiter und schauen sich ihre Umgebung ganz genau an“, so Klumpe. Dabei stehen die Jungen unter den wachsamen Augen des restlichen Rudels: Hudson Bay-Wölfe leben in einer komplexen sozialen Gruppe, bei der zum Beispiel auch die Geschwister der Welpen auf den Nachwuchs aufpassen. „Während die Mutter in der Höhle bei ihren Jungen war und diese nicht verlassen konnte, versorgte das Rudel sie sogar mit Futter“, freut sich der Kurator. Im Zoo Osnabrück leben neben dem Nachwuchs aktuell zwei Wolfsfähen und vier Rüden. Besucher können von den Höhenpfaden in „Manitoba“ beobachten, wie der wuselige Rudelzuwachs durch die Anlage tapst, an der ersten festen Nahrung knabbert oder miteinander rauft. Täglich grüßt das Murmeltier Nur ein paar Wegbiegungen weiter kam Anfang Mai ebenfalls Nachwuchs zur Welt: Sechs kleine Murmeltiere wurden nackt, blind, taub und zahnlos in ihrer Höhle geboren. Bei der Geburt wiegen Murmeltiere mit nur etwa 30 Gramm weniger als ein Hühnerei. In den ersten Lebenswochen entwickeln sie sich jedoch rasant: „Nach etwa sechs Wochen verlassen die Jungen das erste Mal ihre Höhle. Zu diesem Zeitpunkt haben wir die kleinen Nager auch tierärztlich untersucht und die Geschlechter ermittelt: Drei Weibchen und drei Männchen brachten jeweils rund 300 Gramm auf die Waage“, beschreibt Tierpflegerin und „Manitoba“-Revierleiterin Tanja Boss. Schnell Winterspeck anfuttern Etwa von Oktober bis März halten Murmeltiere Winterschlaf. Erwachen sie im Frühjahr, beginnt direkt die Paarungszeit. Nach einer Tragzeit von rund einem Monat kommen die Jungen zur Welt und müssen dann über den Sommer genug Fettreserven anlegen, um im Winter davon zehren zu können. Den gesunden Appetit der kleinen Murmeltiere können Zoobesucher besonders gut in den Morgenstunden beobachten: „Die Kleinen sitzen dann meistens neben oder sogar im Futternapf und knabbern eifrig an Apfel, Möhre, Brokkoli und Co. und lassen sich dabei auch kaum aus der Ruhe bringen“, schmunzelt Boss. Bei den warmen Temperaturen verbringen die Nagetiere den Tag oft in ihren kühlen Höhlen und sind meist morgens und abends draußen zu sehen. Kleines Vikunja im „Südamerika-Areal“ Während der Nachwuchs von Wölfen und Murmeltieren blind in einer Höhle zur Welt kommt, muss der jüngste Nachwuchs im „Südamerika-Areal“ – ein Vikunja – bereits wenige Minuten nach der Geburt auf seinen Beinen stehen. Bei Gefahr flüchten die Tiere, daher muss auch der Nachwuchs schnell mobil sein. Ursprünglich stammen die Paarhufer aus den Hochanden Südamerikas, gehören zur Familie der Kamele und ähneln optisch den Alpakas. Das Osnabrücker Jungtier kam am 21. Juni zur Welt und stakst daher noch etwas wackelig hinter seiner Mutter her oder ruht sich im Schatten aus. Besucher können das kleine Vikunja und seinen Halbbruder Sanchoz, der im Februar geboren wurde, mit den Müttern Tesoro und Bianca sowie Vater Carlo auf der Außenanlage des „Südamerika-Areals“ beobachten, wo sie mit den Nandus, südamerikanischen Laufvögeln, zusammenleben. Wissenswertes zum Hudson Bay-Wolf (Canis lupus hudsonicus) Der Hudson Bay-Wolf lebt nördlich und westlich der Hudson Bay (Kanada) in den Provinzen Manitoba, Nunavut und in den North West Territories. Diese Unterart des Wolfes ist vergleichsweise zu anderen Unterarten sehr hochbeinig. Die weißen Wölfe besitzen ein Fell mit dichter Unterwolle bis zu 6.500 Haare pro Quadratzentimeter – damit schützt sie das Fell vor Temperaturen von unter minus 50 Grad. Wie alle Unterarten des Wolfes lebt der Hudson Bay-Wolf im Familienverband. In der Wildbahn stehen auf ihrem Speiseplan Kleinsäuger wie Schneehasen, aber auch Karibus und Elche, die sie sozial organisiert jagen. Wissenswertes zum Murmeltier (Marmota) Murmeltiere sind in vielen Arten über die gemäßigte Zone Eurasiens und Nordamerikas verbreitet. Dort leben die Erdhörnchen überwiegend in steppenartigen Landschaften. Einige Arten leben auch im Hochgebirge, das Waldmurmeltier Kanadas an Waldrändern und in lichten Wäldern. Ihre Nahrung besteht hauptsächlich aus Gräsern, Kräutern und Wurzeln. Das Zusammenleben ist je nach Art unterschiedlich geprägt. Während zum Beispiel Alpenmurmeltiere in großen Kolonien leben, ist das Waldmurmeltier eher Einzelgänger und verbringt auch den Winterschlaf allein. In vielen Orten der USA und Kanadas wird am 2. Februar der „Murmeltiertag“ begangen. Dabei soll eine Vorhersage über die weitere Dauer des Winters versucht werden, indem man ein Waldmurmeltier aus seinem Bau lockt. Die Trefferquote liegt allerdings bei unter 40 Prozent. Wissenswertes zu den Vikunjas (Vicugna vicugna) Vikunjas sind Paarhufer und gehören zur Familie der Kamele. Sie sind kältere Temperaturen im zweistelligen Minusbereich gewöhnt: Ihre Heimat sind die Grasländer der Anden in Südamerika. Dort leben sie in territorialen Familienverbänden, die von einem Männchen angeführt werden. Vikunjas werden mit einer Kopf-Rumpf-Länge von 1,5 Metern und einer Schulterhöhe von 1 Meter rund 50 Kilogramm schwer. Sie sind reine Pflanzenfresser und Wiederkäuer. Dabei haben die Vikunjas eine anatomische Besonderheit unter den Paarhufern: Ihre unteren Schneidezähne wachsen wie bei Nagetieren immer wieder nach. In menschlicher Obhut werden Vikunjas zwischen 20 bis 30 Jahre alt. Ihr Hauptfeind in der Wildbahn ist der Puma. Ihre Wolle gilt als sehr wertvoll, sie soll die feinste Wolle der Welt sein. Bildunterschrift: Wolfswelpen A&B: Die Wolfswelpen im Zoo Osnabrück sind endlich für Besucher zu sehen: In der neuen Nordamerika-Tierwelt „Manitoba“ tapsen sie über die Anlage. Bildquelle: Zoo Osnabrück (Svenja Vortmann), zur freien Verwendung im Rahmen der Berichterstattung. Murmeltiernachwuchs A: Besucher können die kleinen Murmeltiere in der neuen Nordamerika-Tierwelt „Manitoba“ des Zoo Osnabrück besonders gut in den Morgen- oder Abendstunden beobachten. Bildquelle: Zoo Osnabrück (Svenja Vortmann), zur freien Verwendung im Rahmen der Berichterstattung. Murmeltiernachwuchs C: Der Murmeltiernachwuchs in der neuen Nordamerika-Tierwelt „Manitoba“ im Zoo Osnabrück wurde vom Zootierarzt untersucht und ist nun immer häufiger für die Besucher zu sehen. Bildquelle: Zoo Osnabrück (Hanna Räckers), zur freien Verwendung im Rahmen der Berichterstattung. Vikunjajungtier: Der jüngste Nachwuchs im „Südamerika-Areal“ im Zoo Osnabrück: Das Vikunjajungtier stakst neben seiner Mutter her oder ruht im Schatten. Bildquelle: Zoo Osnabrück (Svenja Vortmann), zur freien Verwendung im Rahmen der Berichterstattung. Über den Zoo Osnabrück Der Zoo Osnabrück wurde 1935 als Arbeitsgemeinschaft Heimattiergarten von Osnabrücker Bürgern gegründet und bereits 1936 als Heimattiergarten eröffnet. Während des Zweiten Weltkriegs wurde der Heimattiergarten größtenteils zerstört, doch anschließend verfolgten die Osnabrücker weiterhin ihr Ziel, für die Stadt einen Zoo zu schaffen. Im Laufe der Jahrzehnte entwickelte sich der Heimattiergarten zum Tiergarten und schließlich zum zoologischen Garten. Heute beherbergt der Zoo auf 23,5 Hektar 2.261 Tiere aus 289 Arten. Neueste Erlebniswelten sind der Unterirdische Zoo (2009), die afrikanische Erlebniswelt „Takamanda“ (2010), die nordische Tierwelt „Kajanaland“ (2011) und der Affentempel „Angkor Wat“ (2012). 2014 wurde der Tigertempelgarten im Bereich „Angkor Wat“ eröffnet. Als dritter Bestandteil wurde im Herbst 2017 der „Orang-Utan Dschungeltempel“ in diesem Bereich fertig gestellt. Im Oktober 2018 neu hinzugekommen ist die nordamerikanische Tierwelt „Manitoba“ mit u.a. Hudson-Bay-Wölfen, Schwarzbären, Waldbisons, Stinktieren und Kanadischen Bibern. 2018 besuchten den Zoo Osnabrück 1.015.000 Besuch


Zoo Osnabrück, 22.06.2019 93 kunterbunte Bären im Zoo Osnabrück für mehr Frieden und Toleranz Bundespräsident a.D. Wulff und niedersächsischer Innenminister Pistorius eröffnen Ausstellung Farbenfroh, phantasievoll und mit einer wichtigen Botschaft präsentieren sich die 93 etwa 1 Meter großen Bärenskulpturen der Ausstellung „United Buddy Bears – The Art of Tolerance“ vom 22. Juni bis 28. Juli im Zoo Osnabrück. Am heutigen Samstag fand die Eröffnung mit jeder Menge Prominenz, Wirtschaftsvertretern und Kindern statt. „Wir müssen uns besser kennenlernen, dann können wir uns besser verstehen, mehr vertrauen und besser zusammenleben“ – so lautet die wichtige Botschaft der 93 Bärenskulpturen. „Die Bären wurden von internationalen Künstlern aus anerkannten Ländern der Vereinten Nationen jeweils individuell und ländertypisch gestaltet, der Korpus ist jedoch immer der Gleiche. Obwohl sie alle unterschiedlich aussehen, sind sie dennoch gleich – genau wie wir Menschen“, stellt Dr. Klaus Herlitz, Geschäftsführer der Buddy Bär Berlin GmbH die „Buddy Bears“ vor. Für die nächsten 5 Wochen stehen die verschiedenen Nationen-Bären nun im Kreis im Osnabrücker Zoo am „Affentempel“ und werben hier für Völkerverständigung und Toleranz. Bundespräsident a.D. Christian Wulff und Schirmherr der Osnabrücker Ausstellung betonte bei seiner Eröffnungsrede am heutigen Samstag: „Gerade in Zeiten, in denen viele das Trennende zwischen den Menschen betonen und nach Abschottung und Ausgrenzen rufen, sind solche Projekte besonders wichtig. Die globalen Herausforderungen wie Kriege, Hungersnot oder der Klimawandel betreffen uns alle und wir können diese auch nur gemeinsam meistern. Das Bärenprojekt knüpft da an: Es verbindet Menschen und Kulturen, führt zusammen und baut Brücken.“ Etwa 100 geladene Gäste nahmen teil, darunter Vertreter aus Politik und Wirtschaft, aber auch Schülerinnen und Schüler der Franz-Hecker-Schule und der Rosenplatzschule. Sie gaben der wichtigen Botschaft der Bären mit ihren Liedern die passende musikalische Begleitung. Boris Pistorius, niedersächsischer Minister für Inneres und Sport, rief in seiner Rede jeden einzelnen Menschen zu mehr Gemeinsamkeit auf: „Ich durfte bereits 2011 dabei sein, als die Buddy Bears Osnabrück erstmals besucht haben. Die 93 Bärenskulpturen reisen als Symbole des Friedens und der Völkerverständigung um die ganze Welt. Dass sie nach 2011 heute erneut im Zoo der Friedensstadt Osnabrück Station machen und ich sie heute nach 8 Jahren wiedersehe, freut mich sehr. Sie sind ein buntes Signal dafür, wie wichtig Toleranz und Völkerverständigung gerade auch im Umgang mit fremden Religionen und Kulturen sind. Sie erinnern uns daran, dass wir uns auf das Viele konzentrieren, das uns Menschen vereint und nicht auf das Wenige, das uns trennt.“ Bärenstark für die Löwen Die bärenstarken Botschafter genau zu betrachten und nach den ländertypischen Gestaltungsmerkmalen zu schauen, macht viel Spaß: So findet sich auf dem ägyptischen Bär der Nil wieder, die besondere Tierwelt Mittelamerikas schmückt den Costa Rica-Bär und Aladin schwebt mit seinem fliegenden Teppich über den Irak-Bär und erinnert an die Geschichten aus 1001 Nacht. Zoogeschäftsführer Andreas Busemann freut sich über die zusätzlichen Zoobewohner: „Wir hatten die besonderen Bären schon einmal bei uns: Im Jahr 2011 kamen sie zur Eröffnung der neuen Bärenanlage. Da waren unsere Besucher und wir selbst so begeistert, dass wir sie nun wieder bei uns haben.“ Das Besondere: Die Bären helfen sowohl dem Osnabrücker Zoo, genauer gesagt den Löwen, als auch Kinderprojekten. „Wir haben die Bären für jeweils 2.500 Euro an regionale Unternehmen verpatet: 2.000 Euro gehen an die Vergrößerung der Löwenanlage und 500 Euro gehen an die Stiftung ‚Eine Zukunft für Kinder‘ von Kinder-Botschafter John McGurk“, erläutert Busemann und bedankt sich bei allen Unterstützern. John McGurk setzt sich seit vielen Jahrzehnten mit weltweiten Charity-Läufen für notleidende Kinder ein und spendet das Geld an die SOS-Kinderdörfer weltweit. „Toll, dass die Osnabrücker gemeinsam mit den Bären Kinder weltweit unterstützen. Kinder brauchen unsere Hilfe, denn viele leiden unter Hunger, Gewalt oder Krieg und sie können sich nicht wehren“, äußert sich John McGurk besorgt. Die Spende an die SOS Kinderdörfer soll am 23. November bei der 2. Children‘s Charity Gala „Flügel für die Zukunft“ im Alando Ballhaus überreicht werden. Dafür angekündigt haben sich bereits Moderatorin und Werbeikone Verona Pooth sowie Petra Horn, Vorstandsmitglied SOS-Kinderdörfer weltweit. Wo können Besucher die Bären sehen? Die „United Buddy Bears“ stehen im Kreis am sogenannten „Affentempel“, wo sie von allen Besuchern genau betrachtet werden können. „Der Zoo ist ein Familienort und diese Ausstellung ist für Erwachsene wie für Kinder spannend und interessant. Schon im Kindesalter ist es wichtig das Thema Toleranz zu vermitteln und auch uns Erwachsenen tut es gut, immer wieder daran erinnert zu werden – von daher stehen die Bären hier genau richtig“, ist sich Zoopräsident Reinhard Sliwka sicher. Die Bärenausstellung ist täglich während der Zooöffnungszeiten von 8 Uhr bis 18:30 Uhr (letzter Einlass 17:30 Uhr) im Zoozentrum zu besichtigen. Bildunterschrift: A: Vom 22. Juni bis 28. Juli wirbt die Ausstellung „United Buddy Bears – The Art of Tolerance“ im Zoo Osnabrück für Frieden. Gemeinsam eröffneten Heike Drogies (Zoo Osnabrück) Schirmherr Christian Wulff (Bundespräsident a.D.), Reinhard Sliwka (Zoopräsident), Christiane Rottmann (stellvertretende Landrätin), Dr. Klaus Herlitz (Buddy Bär Berlin GmbH), Dr. E.h. Fritz Brickwedde (Löwen für Löwen), Eva Herlitz (Buddy Bär Berlin GmbH) (v.l.n.r.) mit Andreas Busemann (Zoogeschäftsführer) und John McGurk (Eine Zukunft für Kinder) (vorne) die Ausstellung. B: Vom 22. Juni bis 28. Juli wirbt die Ausstellung „United Buddy Bears – The Art of Tolerance“ im Zoo Osnabrück für Frieden. Gemeinsam eröffneten Heike Drogies und Andreas Busemann (Zoo Osnabrück), Dr. E.h. Fritz Brickwedde (Löwen für Löwen), Reinhard Sliwka (Zoopräsident), Boris Pistorius (Niedersächsischer Minister für Inneres und Sport) die Ausstellung mit den „Bäreneltern“ Dr. Klaus und Eva Herlitz (Buddy Bär Berlin GmbH). (v.l.n.r.) Bildquelle: Zoo Osnabrück (Svenja Vortmann), zur freien Verwendung im Rahmen der Berichterstattung. Über den Zoo Osnabrück Der Zoo Osnabrück wurde 1935 als Arbeitsgemeinschaft Heimattiergarten von Osnabrücker Bürgern gegründet und bereits 1936 als Heimattiergarten eröffnet. Während des Zweiten Weltkriegs wurde der Heimattiergarten größtenteils zerstört, doch anschließend verfolgten die Osnabrücker weiterhin ihr Ziel, für die Stadt einen Zoo zu schaffen. Im Laufe der Jahrzehnte entwickelte sich der Heimattiergarten zum Tiergarten und schließlich zum zoologischen Garten. Heute beherbergt der Zoo auf 23,5 Hektar 2.261 Tiere aus 289 Arten. Neueste Erlebniswelten sind der Unterirdische Zoo (2009), die afrikanische Erlebniswelt „Takamanda“ (2010), die nordische Tierwelt „Kajanaland“ (2011) und der Affentempel „Angkor Wat“ (2012). 2014 wurde der Tigertempelgarten im Bereich „Angkor Wat“ eröffnet. Als dritter Bestandteil wurde im Herbst 2017 der „Orang-Utan Dschungeltempel“ in diesem Bereich fertig gestellt. Im Oktober 2018 neu hinzugekommen ist die nordamerikanische Tierwelt „Manitoba“ mit u.a. Hudson-Bay-Wölfen, Schwarzbären, Waldbisons, Stinktieren und Kanadischen Bibern.           2018 besuchten den Zoo Osnabrück 1.015.000 Besucher.


Open Air Rudelsingen“  im Zoo Osnabrück 12.06.19


05.06.2019 Zoo Osnabrück: Tierarztbesuch bei Polarfuchskindergarten Nachwuchs bei Zebras und Hudson Bay-Wölfen Besucher können im Zoo Osnabrück einen regelrechten Kindergarten bei den Polarfüchsen beobachten: Insgesamt kuschelt gleich zehnfacher Nachwuchs auf der Anlage. Freude herrscht auch bei den Zebras und Hudson Bay-Wölfen, denn dort wurden ebenfalls Jungtiere geboren. Besonders viel zu tun hat neuerdings Polarfuchsweibchen Lisa, denn Anfang Mai brachte sie insgesamt 10 Jungtiere zur Welt. In der Höhle der neuen Anlage in der nordamerikanischen Tierwelt „Manitoba“ kam der Nachwuchs blind und taub zur Welt. Für die Tierpfleger ist dies zwar nicht der erste Polarfuchsnachwuchs, jedoch ist die Erfahrung, die Entwicklung der Jungtiere auch in so frühen Stadien beobachten zu können, neu: „In den vorherigen Anlagen buddelten sich die Polarfüchse eine Wurfhöhle und wir konnten die Jungtiere erst sehen, wenn sie alt genug waren, herauszukommen. In dieser Anlage gibt es aber extra einen Innenbereich, den Lisa auch glücklicherweise tatsächlich als Wurfhöhle nutzt“, erklärte Tanja Boss, Tierpflegerin und Revierleiterin. Polarfüchse verlassen die Wurfhöhle erst einige Wochen nach der Geburt, wenn sie sehen und hören können. Um der Familie ein wenig Ruhe zu gönnen, sperrten die Tierpfleger den Bereich mit der Scheibe zum Innenbereich für Besucher ab. „In den nächsten Tagen öffnen wir den Bereich für Besucher wieder, denn auch für sie ist es natürlich spannend, die kleinen Raubtiere zu beobachten“, so Boss. Auf Polarfuchs Lisa kommt besonders viel Arbeit zu, denn eigentlich teilen sich Polarfuchs-Eltern die Jungenaufzucht – ihr Partner Louis verstarb jedoch vor wenigen Wochen. Untersuchungsmarathon beim Zootierarzt Ein wahrer Untersuchungsmarathon wartete auf Zootierarzt Thomas Scheibe: „Das besondere Augenmerk bei dieser Untersuchung liegt auf der körperlichen Entwicklung. Wir schauen, ob die Tiere fit und vital sind, prüfen den Nabel, ob Fell und Augen glänzen und ob schon die ersten Zähnchen zu sehen sind. Nach dem Wiegen ermitteln wir das Geschlecht und verabreichen den Kleinen eine Entwurmung“, erklärte der Wildtierarzt die anstehende Untersuchung. Ganz vorsichtig nahm er ein Jungtier nach dem anderen in die Hände, jedes etwa 20 Zentimeter groß. Besonders interessant sei die Fellfärbung, die jetzt schon deutlich zu sehen ist. „Bei Polarfüchsen gibt es zwei Farbeinschläge: weiß und blau-grau. Manche der Jungtiere sind heller, andere dunkler und wieder andere irgendwo dazwischen – jeder eben ganz individuell“, so Scheibe. Am Ende der Untersuchung bekam jedes Jungtier einen Micro-Chip zur eindeutigen Identifizierung eingesetzt, ähnlich wie bei Haustieren. Insgesamt leben vier Männchen und sechs Weibchen im Polarfuchs-Kindergarten. Für die wichtige Grundimpfung haben die Jungtiere bereits einen neuen Termin beim Zootierarzt: „Die Impfungen können wir erst geben, wenn der Nachwuchs etwa acht Wochen alt ist“, erklärt Thomas Scheibe. Erster Zebranachwuchs seit 20 Jahren Die Untersuchung von Jungtieren steht bei dem Veterinär im Zoo Osnabrück derzeit auf der Tagesordnung: Am 14. Mai brachte Chapman-Zebra Jule in den frühen Morgenstunden ein Jungtier zur Welt – der erste Zebranachwuchs im Zoo Osnabrück seit rund 20 Jahren. „Das Jungtier war noch etwas wackelig auf den Beinen, aber es konnte schon allein stehen“, berichtet Tobias Klumpe, wissenschaftlicher Kurator im Zoo Osnabrück. „Zebras bringen ihre Fohlen innerhalb weniger Minuten zur Welt und dann dauert es ebenfalls nur wenige Minuten, bis sie stehen. Das ist wichtig, denn Zebras sind Fluchttiere“, so der Biologe weiter. Bereits am Tag der Geburt stand die erste tierärztliche Untersuchung an. „Zootierarzt Thomas Scheibe und ich haben den Gesundheitszustand des Nachwuchses geprüft, geschaut, welches Geschlecht es hat und ihm einen Micro-Chip eingesetzt“, so Klumpe. Das Jungtier sei ein gesunder Hengst. Einen Namen durfte der Revierleiter des Nashornreviers Franz-Josef Schelshorn aussuchen, denn das Fohlen kam passend zu seinem Geburtstag zur Welt. Auch für ihn ist der Nachwuchs etwas ganz Besonderes: Es der erste Zebranachwuchs im Zoo Osnabrück, den er betreut. „Das Fohlen haben wir ‚Franz das Zebra‘ getauft“, freut sich Schelshorn. „Franz das Zebra macht sich prächtig: Er ist immer in der Nähe seiner Mutter, liegt herum, läuft mit ihr mit oder kaut auch schon mal ein bisschen auf dem Gras herum, das Mutter Jule zu fressen bekommt.“ Derzeit sind Jule und Franz das Zebra noch von Hengst Django getrennt: „Wir gönnen dem Jungtier erst einmal ein bisschen Eingewöhnungszeit, bevor es seinen temperamentvollen Vater und die anderen Mitbewohner nach und nach kennenlernt. Ganz langsam gewöhnen wir sie dann aneinander.“ Nach und nach soll Franz das Zebra dann auch die beiden Pinselohrschweine Hanni und Nanni sowie die drei Nashörner Amalie, Lia und Miguelin kennenlernen. Nachwuchs bei den Hudson Bay-Wölfen Am Schölerberg herrscht ein regelrechter „Babyboom“: Auch die Hudson Bay-Wölfe in der Tierwelt „Manitoba“ haben Nachwuchs. „Die Wölfe haben eine unterirdische Wurfhöhle gegraben, in der die Jungtiere sich die erste Zeit aufhalten. Ab und zu trägt das Weibchen den Nachwuchs schon nach draußen“, erklärt Klumpe. Wie viele Jungtiere dort lebten, sei noch nicht sicher. „Wir lassen der Familie erst ein wenig Zeit, bevor wir den Nachwuchs das erste Mal untersuchen. In wenigen Wochen wissen wir dann aber mehr.“ Wissenswertes zum Polarfuchs (Alopex lagopus) Polarfüchse leben in Polarregionen (Finnland, Schweden, Norwegen, USA, Alaska, Kanada, Russland, Grönland und Island). Sie sind tag- und nachtaktiv. Die Tiere sind Allesfresser und leben „flexibel“ als Paar, in Familiengruppen oder Erwachsenengruppen ohne Jungtiere. Polarfüchse haben feste Reviere, deren Größe je nach Nahrungsangebot und Besiedelungsdichte variiert. Die Kopf-Rumpf-Länge beträgt 50 bis 70 cm, die Schwanzlänge 28 bis 40 cm, die Schulterhöhe 28 bis 32 cm und das Gewicht 2,5 bis 9 kg. Beeindruckend ist das Fell der Polarfüchse. Sie haben ein Winter- und ein Sommerfell. Das Sommerfell ist nur halb so dick und hat weniger als halb so viel Unterwolle wie das Winterfell. Mit dem dicken Winterfell, das zu 70 Prozent aus Unterwolle besteht, können sie Temperaturen bis minus 50 Grad Celsius aushalten. Es gibt zwei Farbschläge beim Polarfuchs, den Weißfuchs und den Blaufuchs. Während das Sommerfell bei beiden dunkelgrau ist, hat der Weißfuchs ein fast rein weißes Winterfell, beim Blaufuchs färbt sich das Winterfell in verschiedenen Nuancen von grau, braun bis zu blau. Die zwei verschiedenen Farbschläge können in einem Wurf vorkommen. Die Füße der Polarfüchse sind dicht behaart, so können sie gut geschützt über Eis und Schnee laufen. Der Polarfuchs gilt weltweit nicht als gefährdet, in Skandinavien und Finnland ist er jedoch als bedroht eingestuft und es gibt Schutzmaßnahmen der EU. Wissenswertes zum Hudson Bay-Wolf (Canis lupus hudsonicus) Der Hudson Bay Wolf lebt nördlich und westlich der Hudson Bay (Kanada) in den Provinzen Manitoba, Nunavut und in den North West Territories. Diese Unterart des Wolfes ist vergleichsweise zu anderen Unterarten sehr hochbeinig. Die weißen Wölfe besitzen ein Fell mit dichter Unterwolle bis zu 6.500 Haare pro Quadratzentimeter – damit schützt sie das Fell vor Temperaturen von unter minus 50°Celsius. Wie alle Unterarten des Wolfes lebt der Hudson Bay Wolf im Rudel. In der Wildbahn stehen auf ihrem Speiseplan Kleinsäuger wie Schneehasen, aber auch Karibus und Elche, die sie im Rudel jagen. Wissenswertes zum Chapman-Zebra (Equus burchellii chapmani) Das Chapman-Zebra ist eine Unterart des Steppenzebras. Es besitzt ein Stockmaß von etwa 120 Zentimetern und eine Körperlänge von rund 200 Zentimetern. Er wiegt bis zu 250 Kilogramm. Chapman-Zebras leben in kleinen Familienverbänden, die von einem Leithengst angeführt werden. Die Tragzeit liegt bei 12 Monaten und das Jungtier wiegt bei der Geburt etwa 30 Kilogramm. Champan-Zebras sind im westlichen Sambia, Simbabwe, Botswana sowie Südafrika beheimatet.


Zoo Osnabrück, 29.05.2019 Endlich Pinguin-Kindergarten im Zoo Osnabrück Doppelter Nachwuchs bei den Waldbisons Zuchterfolg bei den Humboldtpinguinen: Nachdem im Zoo Osnabrück über viele Jahre keine gefiederten Jungtiere aufwuchsen, sind in Kürze auf der Außenanlage sogar fünf Küken mit dem ältesten Pinguinweibchen in einem eigenen Bereich zu sehen. Nachwuchs Jimmy, geschlüpft im Februar, planscht hier bereits. Bei den Waldbisons kam doppelter Nachwuchs zur Welt. „Wir haben in den letzten Jahren viele Gehege-Optimierungen durchgeführt und standen in regelmäßigem Kontakt und Austausch mit anderen Zoos, in denen die Humboldtpinguin-Nachzucht gut klappt. Sieben Jahre mussten wir warten und es klappte einfach nicht, aber jetzt haben wir einen richtigen Kindergarten hier“, berichtet Priska Hennig-Lippe, Tierpflegerin bei den Pinguinen. Den Anfang machte Männchen Jimmy, der im Februar zur Welt kam und von den Tierpflegern aufgezogen wurde (der Zoo berichtete). Nach Jimmy schlüpften vier weitere Pinguinküken, die anfangs sogar alle von ihren Eltern aufgezogen wurden. „Wir schauten regelmäßig nach den Jungtieren und wogen sie ab und zu. Das geht bei unseren Bruthöhlen sehr gut, denn wir können die Rückwände öffnen. Zwei Küken nahmen leider ab einem bestimmten Zeitpunkt nicht mehr zu, daher nahmen wir sie aus den Höhlen, um sie hinter den Kulissen mit der Hand weiter aufzuziehen“, berichtet die Tierpflegerin. Die Freude sei besonders groß, dass zwei Jungtiere weiterhin von ihren Eltern gut umsorgt werden: Die Pinguine Snorre und Kreuzschnabel sowie Melli und Paul kümmern sich liebevoll um ihren Nachwuchs – Humboldtpinguine teilen sich die Jungenaufzucht. „Bei ihnen herrscht Gleichberechtigung. Unsere Pinguin-Paare haben sogar schon einen richtigen Rhythmus entwickelt und lösen sich immer fast zur gleichen Uhrzeit ab“, freut sich Hennig-Lippe. Generationsübergreifendes „Nichtschwimmerbecken“ Für die Jungtiere richtete der Zoo einen „Kindergarten“ mit Betreuung durch eine Pinguinseniorin ein: „Unsere Handwerker haben das kleine Salzwasserbecken umzäunt, damit das ältere Pinguinweibchen Sommersprosse und die Jungtiere dort eine Möglichkeit haben, ganz in Ruhe ins Wasser zu gehen. Dieses Becken ist deutlich flacher als das große und der Ein- und Ausstieg ist so leichter“, erläutert Hennig-Lippe den Umbau. Die 30-jährige Sommersprosse, die aufgrund ihres Alters nicht mehr bei der großen, turbulenten Gruppe ist, könne so trotz ihrer altersbedingt schwerfälligen Bewegungen bequem und sicher ins Wasser. Sobald die jungen Pinguine ihr Jugendgefieder tragen, dürfen auch sie in den gesicherten Bereich. Das derzeitige Dunengefieder schützt nur vor Kälte, aber nicht vor Wasser. Jimmy plantscht bereits jetzt im „Nichtschwimmerbecken“. „Damit sich die Jungtiere langsam an das Wasser gewöhnen können und auch ein bisschen geschützt sind vor den manchmal etwas rabiaten älteren Artgenossen, leben sie sich erst einmal in diesem Bereich ein“, so die Tierpflegerin. Zu Anfang lassen die Tierpfleger die jungen Wasservögel nur unter Beobachtung die ersten Schwimmversuche machen. Auch die Pinguine, die von ihren Eltern großgezogen werden, ziehen hier bald ein, wie die Tierpflegerin erklärt: „So lernen sie das Wasser kennen, werden aber auch sicherer darin, ihren Fisch zu fressen.“ In der großen Gruppe bestehe die Gefahr, dass die älteren Artgenossen ihnen den Fisch wegnehmen. DNA-Tests stehen noch an Bei dem im Februar geschlüpften Pinguin Jimmy konnte bereits das Geschlecht ermittelt werden – äußerlich sind Männchen und Weibchen nicht voneinander zu unterscheiden, deswegen muss ein DNA-Test einer Feder gemacht werden. Der DNA-Test bei den vier jüngeren Humboldtpinguinen steht noch aus. Nach dem Wechsel zum Jugendgefieder mit etwa 12 Wochen ist auch bei ihnen die Untersuchung möglich. „In der Wildbahn gelten Humboldtpinguine als ‚gefährdet‘. Zoos führen deswegen ein Zuchtbuch und daher ist es nicht nur für uns, sondern auch für den Zuchtbuchkoordinator wichtig zu wissen, um welches Geschlecht es sich bei unseren Jungtieren handelt“, so Hennig-Lippe. Im slowenischen Zoo Kosice koordiniert der Zuchtbuchführer den Austausch und mögliche Paarbildungen zwischen europäischen Zoos nach wissenschaftlichen und sozialen Kriterien. Besucher können mit etwas Glück Jimmy und Sommersprosse auf der rechten, umzäunten Seite der Außenanlage beobachten oder die zwei Jungtiere, die von ihren Eltern aufgezogen werden, in den Bruthöhlen entdecken. An den Wochenenden, an Feiertagen und in den Ferien (täglich) finden außerdem zweimal täglich um 10:40 Uhr und um 15:30 Uhr kommentierte Fütterungen bei den Pinguinen statt. Fürsorglicher Vater Auch in der neuen, nordamerikanischen Tierwelt „Manitoba“ freuen sich die Tierpfleger über Nachwuchs: Die Waldbison-Weibchen Eliza und Nschotschi brachten am 13. sowie am 20. Mai jeweils ein Jungtier zur Welt. „Am 13. Mai kam ich morgens zum Saubermachen in den Bisonstall und entdeckte das neugeborene Kalb. Da war die Freude groß“, berichtet Tierpflegerin und Revierleiterin Tanja Boss. „Wir vermuteten schon, dass Eliza tragend ist. Am Bauchumfang war das unter dem dichten, langen Winterfell zwar nicht zu erkennen, aber vor der Geburt zeichnete sich schon ein Euter ab. Wir waren ganz gespannt, denn die Bisons leben ja erst seit September 2017 bei uns“, so Boss weiter. Das weibliche Jungtier, das die Tierpfleger „Akai“ tauften sowie das männliche Jungtier „Avan“ laufen auf der Anlage auf noch etwas wackeligen Beinen zwischen ihren Müttern Eliza und Nschotschi sowie Vater Winnetou oder legt sich gerne auch im Futter der Drei ab. Besonders freut die Tierpfleger, wenn Akai und Avan zu Vater Winnetou wackeln: „Eigentlich kümmern sich Bison-Väter nicht um ihren Nachwuchs. Winnetou allerdings leckt den beiden auch schon mal über den Kopf und zeigt Interesse – sehr untypisch, aber es ist schön, wie harmonisch die fünf Wildrinder zusammenleben.“ Besucher können Akai und Avan mit ihren Eltern auf der Anlage entdecken, die Gruppe ist dort rund um die Uhr zusammen. Wissenswertes zu den Humboldt-Pinguinen (Spheniscus humboldti) Der Humboldt-Pinguin gehört zu der Art der Brillenpinguine und lebt ursprünglich an der Pazifikküste Südamerikas in Peru und Nordchile. Sie haben eine Körpergröße von circa 65 Zentimetern und rund vier Kilo Körpergewicht. Nach einer Brutdauer von bis zu 42 Tagen schlüpfen in der Regel ein bis zwei Jungtiere. Es ist die einzige Pinguinart, die zweimal im Jahr brüten kann. Das Hauptbrutgebiet waren in früherer Zeit die Guanoinseln vor der chilenischen und peruanischen Küste. In den Guano (der Kot der Seevögel) gruben sich die Pinguine ihre Bruthöhlen. Der Guano wurde schon zu den Zeiten der Inkas als Dünger genutzt. Bedingt durch industriellen Abbau haben die Humboldt-Pinguine ihre natürlichen Bruthöhlen verloren und ziehen jetzt in Felsgrotten und Höhlen ihre Nachkommen auf, was für sie aber sehr schwierig ist. Der Guano-Abbau, Überfischung, aber auch Klimaphänomene wie El-Nino führten zur starken Dezimierung des Bestandes. Die Art gilt als „gefährdet“ (IUCN - Rote Liste). Wissenswertes über den Waldbison (Bison Bison Athabascae) Während der Präriebison in den Weiten der Grassteppen Nordamerikas zuhause ist, beschränkt sich das Vorkommen des Waldbisons auf einige Teile von Alaska und Kanada. Sie halten sich bevorzugt in Waldgebieten auf, sind aber keine reinen Waldbewohner. Ihre Nahrung besteht aus Laub, Zweigen und Rinde, aber auch aus Flechten, Kräutern und Gräsern. Wie alle Rinderartigen sind auch die Bisons Wiederkäuer. Waldbisons leben in Herden, die allerdings deutlich kleiner sind als die der Präriebisons und nur aus einigen Kühen mit ihrem Nachwuchs bestehen. Die Bullen leben am Rande dieser Gruppen. Waldbisons können etwa 30 Jahre alt werden. Die Tiere können bis zu 50 km/h schnell werden, obwohl die Bullen fast eine Tonne Gewicht auf die Waage bringen. Bei der Geburt wiegt ein Kalb zwischen 20 und 30 Kilogramm. 1957 wurde die letzte reinblütige Herde Waldbisons in Kanada entdeckt und unter Schutz gestellt. Rund 50 Jahre später war der Bestand wieder auf etwa 3.000 Tiere gewachsen. Heute gilt die Tierart als „potenziell gefährdet“. Bildunterschrift: Pinguinküken A/B: Noch tragen die jungen Pinguine im Zoo Osnabrück ihr Dunengefieder, nach dem Wechsel ins Jugendgefieder dürfen sie auch ins „Nichtschwimmerbecken“. Bildquelle: Zoo Osnabrück (Svenja Vortmann), zur freien Verwendung im Rahmen der Berichterstattung Pinguin Jimmy: Das älteste Pinguinküken Jimmy testet bereits das „Nichtschwimmerbecken“ auf der Pinguinanlage im Zoo Osnabrück. Bildquelle: Zoo Osnabrück (Hanna Räckers), zur freien Verwendung im Rahmen der Berichterstattung Bisonnachwuchs: In der Nordamerika-Tierwelt „Manitoba“ im Zoo Osnabrück leben zwei junge Waldbisons. Bildquelle: Zoo Osnabrück (Sarah Budke), zur freien Verwendung im Rahmen der Berichterstattung Über den Zoo Osnabrück Der Zoo Osnabrück wurde 1935 als Arbeitsgemeinschaft Heimtiergarten von Osnabrücker Bürgern gegründet und bereits 1936 als Heimattiergarten eröffnet. Während des zweiten Weltkriegs wurde der Heimattiergarten größtenteils zerstört, doch anschließend verfolgten die Osnabrücker weiterhin ihr Ziel, für die Stadt einen Zoo zu schaffen. Im Laufe der Jahrzehnte entwickelte sich der Heimattiergarten zum Tiergarten und schließlich zum zoologischen Garten. Heute beherbergt der Zoo auf 23,5 Hektar über 3.627 Tiere aus 295 Arten. Neueste Erlebniswelten sind der unterirdische Zoo (2009), die afrikanische Erlebniswelt „Takamanda“ (2010), die nordische Tierwelt „Kajanaland“ (2011) und der Affentempel „Angkor Wat“ (2012). 2014 wurde der Tigertempelgarten im Bereich „Angkor Wat“ eröffnet. Bis zum Sommer 2016 soll das Menschenaffenhaus im gleichen Stil umgebaut werden. Eine nordamerikanische Tierwelt soll bis 2018 realisiert werden. 2015 besuchten den Zoo Osnabrück 1.015.000 Besucher. -------


Countdown zum 7. Zoo-Lauf am 25. Mai Schnell anmelden und zugunsten von Kindern mitlaufen In gut zwei Wochen ist es so weit: Am 25. Mai geht der Zoo-Lauf vom Zoo Osnabrück und „sportler 4 a childrens world“ zugunsten von Kinderprojekten mit Unterstützung der Stiftung Stahlwerk Georgsmarienhütte in die siebte Runde. Kleine und große Läufer können sich aktuell noch unter www.laufen-os.de oder am Lauftag selbst vor dem Zoo anmelden. Laufen vorbei an Löwe, Affe, Tiger und Co. im Zeichen von Kinderprojekten: Gemeinsam mit dem Verein „Sportler 4 a childrens world“ (s4acw) lädt der Zoo Osnabrück am 25. Mai wieder zum traditionellen Zoo-Lauf für den guten Zweck ein. Mit dem Lauf in der besonderen Kulisse unterstützen die Teilnehmer die Kinderprojekte von s4acw und das Sprachförderprojekt „Deutsch lernen im Zoo“ des Osnabrücker Zoos – der Reinerlös wird zwischen beiden Einrichtungen aufgeteilt. Sportevent für Klein und Groß Beim Zoo-Lauf ist für jeden die passende Strecke dabei, auch ganze Familien können an den Start gehen: Die jüngsten laufen um 18 Uhr beim 800 Meter „Bambini-Lauf“ durch die afrikanische Tierwelt „Takamanda“ – mit extra Motivation durch Clown Ati. Auf Hobby-Läufer warten um 18:45 Uhr der 3 Kilometer „Fun-Lauf“ oder die 6 Kilometer Nordic-Walking Strecke durch den Zoo. Ambitionierte Läufer gehen um 19 Uhr beim rund 10 Kilometer-Lauf mit Zeitmessung an den Start. Die Teilnahmegebühr inklusive Getränke und Obst liegt bei 10 Euro für Erwachsene und 5 Euro für Kinder (3 bis 14 Jahre). Als Dankeschön für den sportlichen Einsatz erhalten die Läufer 50 Prozent Rabatt auf den nächsten Zoobesuch bis zum 25. Juni 2019. Die schnellste Läuferin und der schnellste Läufer des rund 10 Kilometer-Laufs dürfen sich über je eine Zoo-Familienjahreskarte freuen. Auf Kinder wartet außerdem Kinderschminken sowie eine Führung durch den Zoo, während die Erwachsenen ihren Lauf antreten. Wer die Läufer anfeuern möchte, hat ab 17:30 Uhr freien Zoo-Eintritt. Stiftung Stahlwerk Georgsmarienhütte stockt Reinerlös auf Unterstützt wird der Zoo-Lauf und damit die Kinderprojekte zum siebten Mal von der Stiftung Stahlwerk Georgsmarienhütte, die den Reinerlös der Veranstaltung in den vergangenen Jahren bereits mit insgesamt 22.000 Euro aufstockte. Zum zweiten Mal unterstützend dabei ist der Zoosponsor TSO-DATA. Außerdem wird der Zoo-Lauf von der AOK Gesundheitskasse sowie Sachmittel-Sponsoren wie Alfred Mader, Sodexo, HK Medien, TuS Nahne, Edeka Foodservice, laufen-os.de und Vivaris Getränke gefördert. Der 7. Zoo-Lauf im Überblick · 25. Mai 2019 im Zoo Osnabrück · Start „Bambini-Lauf“: 18 Uhr · Start Fun-Lauf und Nordic-Walking: 18:45 Uhr · Start 10 Kilometer-Lauf mit Zeitnahme: 19 Uhr · Treff ist jeweils 15 Minuten früher · Anmeldung: www.laufen-os.de oder direkt am Tag der Veranstaltung am Stand von s4acw vor dem Zooeingang (zzgl. 1,50 Euro pro Läufer für die Nachmeldung). · Startgebühr: Erwachsene 10 Euro, Kinder bis 14 Jahre 5 Euro. Darin enthalten sind 50 Prozent Rabatt für den nächsten Besuch des Osnabrücker Zoos (gültig bis einschließlich 25.06.2019 für eine Person) sowie Getränke und Obst. · Freier Eintritt für Begleitpersonen ab 17:30 Uhr · Duschmöglichkeiten stellt der TuS Nahne e.V. (Klaus-Strick-Weg 25, zwei Gehminuten vom Zoo entfernt) zur Verfügung. · Weitere Informationen finden Sie unter www.zoo-osnabrueck.de Wissenswertes zu den geförderten Projekten Der Verein „sportler 4 a childrens world“ hat es sich zur Aufgabe gemacht Kindern in jeder Notsituation zu helfen. Die Mitglieder setzen sich für Kinderrechte ein und setzen Zeichen gegen Rassismus. Integration wird hier großgeschrieben. Die Absicht ist die persönliche Erfahrung von John McGurk (1. Vorsitzender) mit der Vereinsarbeit zu verbinden, dieses Wissensgebiet auszuarbeiten und somit noch mehr Kindern auf der ganzen Welt ehrenamtlich zu helfen. Der Verein arbeitet nun schon über zehn Jahre ehrenamtlich mit Erfolg. Das Projekt „Deutsch lernen im Zoo“ im Zoo Osnabrück ermöglicht Grundschülern von ausgewählten Schulen kostenlose Zoobesuche zur Sprachförderung. Die Kinder können an Zooführungen mit dem besonderen Fokus auf Sprache teilnehmen, deren Inhalte in Form von Aufsätzen oder Referaten in den Deutschunterricht einfließen. Ziel ist es, den Wortschatz und die Sprachkompetenz der Schüler auf spielerische Weise nachhaltig zu verbessern. Das Projekt wird gefördert von der Stiftung Stahlwerk Georgsmarienhütte. Bildunterschrift: Schnell anmelden auf www.laufen-os.de – am 25. Mai können kleine und große Läufer beim 7. Zoo-Lauf wieder zugunsten von Kinderprojekten an den Start gehen. Fotoquelle: Zoo Osnabrück (Lisa Josef), zur freien Verwendung im Rahmen der Berichterstattung Über den Zoo Osnabrück Der Zoo Osnabrück wurde 1935 als Arbeitsgemeinschaft Heimattiergarten von Osnabrücker Bürgern gegründet und bereits 1936 als Heimattiergarten eröffnet. Während des Zweiten Weltkriegs wurde der Heimattiergarten größtenteils zerstört, doch anschließend verfolgten die Osnabrücker weiterhin ihr Ziel, für die Stadt einen Zoo zu schaffen. Im Laufe der Jahrzehnte entwickelte sich der Heimattiergarten zum Tiergarten und schließlich zum zoologischen Garten. Heute beherbergt der Zoo auf 23,5 Hektar 2.261 Tiere aus 289 Arten. Neueste Erlebniswelten sind der Unterirdische Zoo (2009), die afrikanische Erlebniswelt „Takamanda“ (2010), die nordische Tierwelt „Kajanaland“ (2011) und der Affentempel „Angkor Wat“ (2012). 2014 wurde der Tigertempelgarten im Bereich „Angkor Wat“ eröffnet. Als dritter Bestandteil wurde im Herbst 2017 der „Orang-Utan Dschungeltempel“ in diesem Bereich fertig gestellt. Im Oktober 2018 neu hinzugekommen ist die nordamerikanische Tierwelt „Manitoba“ mit u.a. Hudson-Bay-Wölfen, Schwarzbären, Waldbisons, Stinktieren und Kanadischen Bibern. 2018 besuchten den Zoo Osnabrück 1.015.000 Besucher.


Zoo Osnabrück, 09.05.2019 Stacheln und Mama-Taxi: Kinderstube im Zoo Osnabrück Nachwuchs bei den Baumstachlern, Totenkopfaffen und Rentieren Stacheln oder flauschiges Fell? Eher gemütlich liegen oder gemütlich getragen werden? Die Kinderstube bei verschiedenen Tierarten sieht ganz unterschiedlich aus. Das können zurzeit auch die Besucher im Zoo Osnabrück beobachten, denn in vielen Tierwelten gibt es Nachwuchs zu vermelden: zum Beispiel bei den Totenkopfaffen und erstmals bei den Baumstachlern. Schummriges, bläuliches „Mondlicht“ scheint im Stall der nachtaktiven Baumstachler. Wenn Besucher in der neuen Nordamerika-Tierwelt „Manitoba“ durch die runden Fenster schauen, müssen sich die Augen erst ein wenig an die Dunkelheit gewöhnen. Dann aber können sie hier seit kurzem den kleinen Matthias entdecken, der meistens schlummernd auf einer Baumwurzel liegt. Das dunkle Stachelkleid des Jungtieres steht in alle Richtungen ab, er hat kleine schwarze Augen und eine große Nase: „Das Jungtier sieht sehr niedlich und fluffig aus – man möchte ihn am liebsten knuddeln. Das geht aber natürlich nicht. Denn das, was aussieht wie ein wuscheliges Fell, sind tausende Stacheln, die bereits jetzt unangenehm piksen würden“, schmunzelt Tanja Boss, Tierpflegerin und Revierleiterin in „Manitoba“. Direkt nach der Geburt sind die Stacheln noch etwas weicher, härten aber schnell aus. Daher müssen Tierarzt und Pfleger den Nachwuchs möglichst früh untersuchen und das Geschlecht ermitteln – bevor es zu unangenehm wird. Das kleine Männchen kam am 27. April zur Welt, wurde einen Tag später direkt untersucht und - nachdem das Geschlecht feststand – auf den Namen „Matthias“ getauft. „Wir freuen uns natürlich riesig über das Jungtier, es ist schließlich unser erster Nachwuchs bei den Baumstachlern. Sie sind erst im letzten Jahr zu uns gezogen. Wir sammeln Erfahrungen und tauschen uns mit anderen Zoos über die Aufzucht aus, da die Jungtiere recht empfindlich sind“, erklärt Boss. Junge Baumstachler sind direkt nach der Geburt bereits relativ selbstständig und nehmen schon nach wenigen Tagen feste Nahrung zu sich, werden aber noch weiter gesäugt. Zu Beginn liegen sie viel auf Wurzeln und Ästen und schlafen, die Mutter kommt meist nur zum Säugen zu ihrem Zögling. Der Vater kümmert sich hingegen gar nicht um seinen Nachwuchs. Das sei aber ganz normal und das Osnabrücker Männchen Manfred sei sehr ruhig und entspannt – genau wie Mutter Mechtild, verrät Tanja Boss. Immer an „Mamas Rockzipfel“ Ein paar Ecken weiter im „Südamerika-Areal“ kam am 16. April auch ein neuer Zoobewohner auf die Welt: Mit großen Augen schaut sich der kleine Totenkopfaffe um und greift mit seinen langen dünnen Fingern nach allem, was ihm interessant erscheint: „Die Jungtiere sind neugierig und wollen ihre Umwelt kennenlernen, deshalb ertasten sie die verschiedenen Materialien um sich herum und lernen zum Beispiel, was essbar ist und was nicht“, erklärt Tierpflegerin Anja Leimkuhle. Im Gegensatz zu den Baumstachlern kümmern sich die Totenkopfaffen sehr intensiv um ihren Nachwuchs: Das Jungtier ist immer auf dem Rücken mit unterwegs und klammert sich dabei fest mit Armen, Beinen und Schwanz an den Bauch seiner Trägerin. Neben der Mutter kümmern sich auch andere Weibchen, mit denen sich die Mutter gut versteht, um den Nachwuchs: „Manchmal reißen sich die Tiere regelrecht darum, wer das Jungtier tragen darf – da wollen alle gern mal ran“, lacht Leimkuhle. Das hat für die Primaten ganz praktische Gründe: So erlernen die anderen Weibchen in der Gruppe die Jungenaufzucht und sammeln Erfahrungen für ihren eigenen Nachwuchs. Von dem könnte es in der Gruppe im Zoo Osnabrück bald mehr geben, verrät Tierpflegerin Anja Leimkuhle: „Wir rechnen mit weiteren Jungtieren, sodass wir hoffentlich bald einen kleinen Kindergarten bei den Totenkopfaffen beobachten können. Darüber freuen wir uns ganz besonders, da das Männchen Tatti erst 2018 zu uns kam und dies sein erster Nachwuchs ist.“ Liegen, trinken und schlafen Trotz wackeliger Beine wird der Nachwuchs im nordischen „Kajanaland“ nicht getragen, sondern musste direkt nach der Geburt selber laufen: Am 1. Mai wurde hier ein kleines Rentierweibchen geboren und von den Tierpflegern auf den Namen Nala getauft. „Wenn Nala nicht gerade auf wackeligen Beinen der Herde hinterher stakst, liegt sie oft in einer geschützten Ecke und schläft. Die Mutter ist dann meist nicht weit entfernt, um den Nachwuchs im Auge zu behalten und ihn zu säugen“ erzählt Tierpflegerin Melanie Marks. Mit der Zeit wird Nala aktiver, läuft immer häufiger mit der Gruppe mit und wird sich an der ersten festen Nahrung versuchen. Besucher, die noch mehr über die Tiere und ihren Nachwuchs erfahren wollen, können die kommentierten Fütterungen der Zoopädagogen an den Wochenenden und Feiertagen besuchen: Um 12:15 Uhr berichten diese an der Totenkopfaffenanlage über das Familienleben und um 14:45 Uhr bei den Rentieren. Alle weiteren Programmpunkte und Zeiten sind online unter www.zoo-osnabrueck.de zu finden. Wissenswertes zum Baumstachler/Urson (Erethizon dorsatum) Baumstachler, auch Ursons genannt, leben hauptsächlich im Mittelwesten und Westen der USA und Nordmexiko sowie in Alaska und Kanada. Sie erreichen eine Körpergröße von etwa 60 bis 70 Zentimetern und sind nach den Bibern die zweitgrößten Nagetiere Nordamerikas. Baumstachler haben etwa 30.000 Stacheln, die bis zu 12 Zentimeter lang werden können. Die Stacheln haben winzige Widerhaken und sind deshalb nur schwer zu entfernen. Baumstachler verbringen die meiste Zeit ihres Lebens in Bäumen und kommen eigentlich nur auf den Boden, um den Baum zu wechseln. Sie sind gute Kletterer mit starken Krallen und unbehaarten Fußsohlen. Die Baumstachelschweine ernähren sich von Blättern, Blüten und Zweigen, Rinde sowie Beeren und Früchten. Wissenswertes zu Bolivianischen Totenkopfaffen (Saimiri boliviensis) Der bolivianische Totenkopfaffe lebt im westlichen Südamerika: im südlichen Brasilien, östlichen Peru sowie Bolivien. Sie erreichen eine Kopf-Rumpf-Länge von 25 bis 37 Zentimetern, der Schwanz erreicht eine Länge von 37 bis 43 Zentimetern. Totenkopfaffen fressen Gemüse, Pflanzenteile, Insekten und Früchte. Ihre flinken Bewegungen haben ihnen den englischen Namen „squirrel monkey“ („Eichhörnchen-Affe“) eingebracht. In Relation zur Körpergröße haben Totenkopfaffen unter den Primaten das größte Gehirn. Der Osnabrücker Zoo beteiligt sich mit seiner Zuchtgruppe am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm für diese Tierart. In menschlicher Obhut können Totenkopfaffen ein Alter von über 30 Jahren erreichen. Wissenswertes zum Rentier (Rangifer tarandus) Rentiere leben im Sommer in der Taiga und im Winter in der Tundra in Nordeurasien, Nordamerika, Grönland und anderen arktischen Inseln. Die Natur hat das Ren mit vortrefflichen Eigenschaften ausgestattet, um das Klima arktischer und subarktischer Zonen gut zu überstehen. Es besitzt ein sehr dichtes Haarkleid. Auf den ungewöhnlich breiten, zweigespaltenen Hufen, natürlichen Schneetellern, eilt das Ren fast schwerelos über den sumpfigen Boden oder tiefen Schnee. Dabei ist ein eigentümliches Knacken im Fußbereich zu hören. Lange Zeit wurde angenommen, dass die Hufe aneinander schlagen würden. Das typische Geräusch wird jedoch durch eine besondere Aufhängung von Sehnen im Fußbereich hervorgerufen. Eine weitere Besonderheit: Rentiere sind die einzige Hirschart, bei welcher beide Geschlechter ein Geweih besitzen, wobei das des Männchens wuchtiger und stärker ausgebildet ist. Es ist der einzige von Menschen als "Haustier" gehaltene Hirsch. Neben Milch mit 22 Prozent Fettgehalt – Kuhmilch hat lediglich circa fünf Prozent – liefert das Ren Fleisch und Häute. Bildunterschrift: Baumstachler: Sieht fluffig aus, pikst aber ordentlich: Den kleinen Baumstachler Matthias im Zoo Osnabrück können Besucher in der neuen Nordamerika-Tierwelt „Manitoba“ entdecken. Fotoquelle: Zoo Osnabrück (Svenja Vortmann), zur freien Verwendung im Rahmen der Berichterstattung Totenkopfaffe: Baby on Board: Der junge Totenkopfaffe im Zoo Osnabrück wird noch von seiner Mutter und anderen Weibchen auf dem Rücken getragen. Mit großen Augen beobachtet er sein Zuhause im „Südamerika-Areal“ des Zoos. Fotoquelle: Zoo Osnabrück (Svenja Vortmann), zur freien Verwendung im Rahmen der Berichterstattung Rentier: Das Jungtier bei den Rentieren im Zoo Osnabrück ruht und schläft noch viel. Immer öfter aber folgt es seiner Herde auf wackeligen Beinen in der nordischen Tierwelt „Kajanaland“. Fotoquelle: Zoo Osnabrück (Svenja Vortmann), zur freien Verwendung im Rahmen der Berichterstattung Über den Zoo Osnabrück Der Zoo Osnabrück wurde 1935 als Arbeitsgemeinschaft Heimattiergarten von Osnabrücker Bürgern gegründet und bereits 1936 als Heimattiergarten eröffnet. Während des Zweiten Weltkriegs wurde der Heimattiergarten größtenteils zerstört, doch anschließend verfolgten die Osnabrücker weiterhin ihr Ziel, für die Stadt einen Zoo zu schaffen. Im Laufe der Jahrzehnte entwickelte sich der Heimattiergarten zum Tiergarten und schließlich zum zoologischen Garten. Heute beherbergt der Zoo auf 23,5 Hektar 2.261 Tiere aus 289 Arten. Neueste Erlebniswelten sind der Unterirdische Zoo (2009), die afrikanische Erlebniswelt „Takamanda“ (2010), die nordische Tierwelt „Kajanaland“ (2011) und der Affentempel „Angkor Wat“ (2012). 2014 wurde der Tigertempelgarten im Bereich „Angkor Wat“ eröffnet. Als dritter Bestandteil wurde im Herbst 2017 der „Orang-Utan Dschungeltempel“ in diesem Bereich fertig gestellt. Im Oktober 2018 neu hinzugekommen ist die nordamerikanische Tierwelt „Manitoba“ mit u.a. Hudson-Bay-Wölfen, Schwarzbären, Waldbisons, Stinktieren und Kanadischen Bibern. 2018 besuchten den Zoo Osnabrück 1.015.000 Besucher.


Zoo Osnabrück, 26.04.2019 Zoo Osnabrück: „Doppeltes Lottchen“ bei den Stachelschweinen Bartkauz-Weibchen und Grüner Leguan neu eingezogen Vor rund zwei Wochen kam gleich doppelter Stachelschwein-Nachwuchs im Zoo Osnabrück zur Welt. Besucher können die Nagetiere mit ein bisschen Glück bereits beobachten. Außerdem zogen ein Bartkauz-Weibchen in die begehbare Voliere in der Tierwelt „Manitoba“ und ein Grüner Leguan in das Tetra-Aquarium ein. Stacheliger Nachwuchs im Zoo Osnabrück: Vor rund zwei Wochen brachte das Stachelschwein-Weibchen zwei Jungtiere zur Welt. „Wir mussten den Nachwuchs, der jeweils etwa in eine Hand passt, zeitnah untersuchen, denn Stachelschweine kommen bereits mit ihren Stacheln zur Welt. Diese sind erst weich, härten aber innerhalb weniger Tage aus – dann wird es immer schwieriger, sie für einen Gesundheitscheck anzufassen“, erklärt Andreas Wulftange, wissenschaftlicher Kurator. Deswegen untersuchte er bereits einen Tag nach der Geburt gemeinsam mit den zuständigen Tierpflegern die beiden Jungtiere: Neben dem allgemeinen Gesundheitszustand prüfte er auch den Zustand des Nabels, setzte den jungen Nagetieren je einen Micro-Chip zur Wiedererkennung ein und ermittelte das Geschlecht. „Wir haben wieder ein ‚doppeltes Lottchen‘ – wie im vergangenen Jahr brachte das Stachelschwein-Weibchen zweifachen weiblichen Nachwuchs zur Welt“, berichtet Wulftange. Die Tierpfleger tauften die beiden auf die Namen „Mikado“ und „Majong“. Familienleben bei den Stachelschweinen Der Nachwuchs aus dem letzten Jahr, Luna und Fiona, lebt auch noch auf der Anlage, die erste Zeit jedoch noch nicht mit den jüngeren Schwestern zusammen. Die Tierpfleger trennten den Vater, Luna und Fiona von der Mutter, Mikado und Majong ab: „Die Jungtiere suchten beim Vater und bei den älteren Schwestern nach Milch – natürlich vergeblich. Um ihnen den Start ins Leben zu erleichtern, trennten wir die Stachelschweine, sodass sich der Nachwuchs auf die Mutter konzentrieren kann“, erklärt der Biologe. Voraussichtlich Mitte nächster Woche wird die Stachelschwein-Großfamilie wieder vereint. Momentan verbringen Mikado und Majong die meiste Zeit mit Schlafen und Trinken. Noch sind die beiden Jungtiere zu klein für Ausflüge auf die Außenanlage, werden aber bald den Schwestern und Eltern nach draußen folgen. Bis dahin üben sie schon einmal das „Rasseln“, wie Wulftange berichtet: „Stachelschweine haben hohle Stacheln an der Schwanzspitze, den sogenannten ‚Rasselbecher‘. Wenn sie diese schütteln, rasseln sie laut und schrecken so Feinde ab. Bei den Kleinen sind die Stacheln noch nicht fertig ausgebildet und so schütteln sie zwar ihr Hinterteil, aber ohne einen hörbaren Erfolg.“ Derzeit können Besucher die jungen Stachelschweine mit ein bisschen Glück durch die große Scheibe im Stall beobachten. Hoffnung auf Bartkauz-Zucht Auch die nordamerikanische Tierwelt „Manitoba“ verzeichnet einen neuen Bewohner: Vor rund zwei Wochen zog ein weiblicher Bartkauz aus dem Tierpark Olderdissen an den Schölerberg. „Wir setzten das Bartkauz-Weibchen zum Männchen in die begehbare Voliere. Da das Weibchen begehbare Volieren allerdings noch nicht kannte, schlossen wir diese für das erste Wochenende für Besucher“, berichtet Andreas Wulftange von der Eingewöhnung der Eule. Nachdem der wissenschaftliche Kurator gemeinsam mit den Tierpflegern den rund 60 Zentimeter großen und 1 Kilogramm schweren Bartkauz in die Voliere gesetzt hatte, näherten sich die beiden Artgenossen sehr schnell an: Sie bemerkten einander sofort und beobachteten sich. „Bereits am nächsten Morgen saßen die beiden zusammen das Männchen ‚schenkt‘ dem Weibchen Futter – ein ‚Liebesbeweis‘“, freut sich der Biologe. „Aktuell befinden wir uns in der Balzzeit der Bartkäuze und die Annäherungen lassen uns hoffen, dass wir uns über Kurz oder Lang über Nachwuchs bei den Bartkäuzen freuen können.“ Eine Nachzucht sei sehr wichtig, denn der Bestand der Bartkäuze in der Wildbahn wie in Zoos schwindet dramatisch. „Die Eulen sind vom ‚Usutu-Virus‘ bedroht, das auch zum Beispiel das Amselsterben oder den Schwund des Schnee-Eulen-Bestandes verursacht. Letztere werden daher seit dem vergangenen Jahr von der Weltnaturschutzorganisation IUCN als ‚gefährdet‘ eingestuft. Wir hoffen, dass es dem Bartkauz nicht so ergeht“, so Wulftange. Seit kurzem können Besucher die Voliere wieder betreten und die beiden Bartkäuze sowie ihre Mitbewohner, einen Waldkauz und eine Schleiereule, beobachten. Das Bartkauz-Weibchen sitzt mittlerweile häufig auf dem von den Tierpflegern installierten Nest gegenüber vom Eingang. Verstärkung für Grüne Leguane Für Besucher gut zu sehen ist ebenfalls der Grüne Leguan, der seit Kurzem im „Tetra-Aquarium“ des Zoo Osnabrück lebt. Das Männchen kommt aus der „Auffangstation für Reptilien“ in München, aus der Tierpfleger Marco Feldmann es abholte und an den Schölerberg brachte: „Nachdem vor längerer Zeit unser Männchen verstorben war, wollten wir gerne ein neues Männchen für unsere beiden weiblichen Grünen Leguane integrieren. In der Auffangstation für Reptilien lebte ein passender Leguan und so holten wir ihn an den Schölerberg.“ Das Reptil habe sich schnell eingelebt, wie Feldmann berichtet: „Die drei harmonieren toll miteinander und sitzen auch schon zusammen. Sie haben sich schnell aneinander gewöhnt und kommen gut miteinander aus.“ Die Grünen Leguane leben im „Tetra-Aquarium“ links neben den Seychellen-Riesenschildkröten, wo sie am liebsten auf den beheizten Felsvorsprüngen liegen. Grüne Leguane erreichen eine Kopf-Rumpf-Länge von etwa 45 Zentimetern und mit dem Schwanz eine Gesamtlänge von über 1,5 Metern. Mit ihren Stacheln und Schuppen erinnern sie an Drachen. Die Pflanzenfresser sind ursprünglich in Mittelamerika und dem nördlichen Südamerika beheimatet. Wissenswertes zu Weißschwanz-Stachelschweinen (Hystrix indica) Weißschwanz-Stachelschweine gehören zu den größten Nagetieren. Sie leben in der Türkei, dem östlichen Mittelmeerraum, Zentralasien, Indien, Nepal und der Volksrepublik China. Stachelschweine ernähren sich von Pflanzenknollen, Wurzeln, Baumrinde und Früchten. Sie erreichen eine Körperlänge von rund 60 bis 90 Zentimetern und ein Gewicht von etwa 13 bis 23 Kilogramm. Nach einer Tragzeit von 90 Tagen bringen Stachelschweine ein bis vier Jungtiere zur Welt. Wissenswertes zum Bartkauz (Strix nebulosa) Der Bartkauz ist eine bis zu 67 Zentimeter große und 1,9 Kilogramm schwere Eule, bei der die Männchen zwar leichter, aber kaum kleiner sind als die Weibchen. Sie besitzen einen großen, runden Kopf und graubraune Federn. Die Flügel von Bartkäuzen sind groß, brettartig und tiefgefingert, außerdem besitzen die Vögel einen langen Schwanz. Sie kommunizieren über eine Fülle an verschiedenen Lautäußerungen. Bartkäuze leben in der borealen Zone der Holarktis. Wissenswertes zum Grünen Leguan (Iguana iguana) Grüne Leguane erreichen eine Kopf-Rump-Länge von bis zu 45 Zentimetern, mit Schwanz sind sie zumeist 1,5 Meter lang. Das größte bekannte Individuum misst 2,3 Meter. In menschlicher Obhut werden die Schuppenkriechtiere 10 bis 17 Jahre alt, teilweise sogar bis zu 25 Jahre. Beheimatet sind die tagaktiven Tiere in Mittelamerika und dem nördlichen Südamerika. Sie sind standorttreu und bevorzugen eine dichte Vegetation mit viel Feuchtigkeit, Sonnen- und Schattenplätzen. Bildunterschrift: Grüner Leguan: Der männliche Grüne Leguan hat sich im Zoo Osnabrück bereits eingelebt und ist für Besucher im Tetra-Aquarium gut zu sehen. Stachelschweinnachwuchs: Klein, aber stachelig: Andreas Wulftange (wissenschaftlicher Kurator, rechts) und Nils Schröer (Tierpfleger, links) untersuchten den Nachwuchs vorsichtig mit dicken Handschuhen. Fotoquelle: Zoo Osnabrück (Hanna Rickert), zur freien Verwendung im Rahmen der Berichterstattung Bartkauz: Besucher können die Bartkäuze in der begehbaren Voliere in der nordamerikanischen Tierwelt „Manitoba“ des Zoo Osnabrück beobachten. Fotoquelle: Zoo Osnabrück (Birgit Strunk), zur freien Verwendung im Rahmen der Berichterstattung Über den Zoo Osnabrück Der Zoo Osnabrück wurde 1935 als Arbeitsgemeinschaft Heimattiergarten von Osnabrücker Bürgern gegründet und bereits 1936 als Heimattiergarten eröffnet. Während des Zweiten Weltkriegs wurde der Heimattiergarten größtenteils zerstört, doch anschließend verfolgten die Osnabrücker weiterhin ihr Ziel, für die Stadt einen Zoo zu schaffen. Im Laufe der Jahrzehnte entwickelte sich der Heimattiergarten zum Tiergarten und schließlich zum zoologischen Garten. Heute beherbergt der Zoo auf 23,5 Hektar 2.261 Tiere aus 289 Arten. Neueste Erlebniswelten sind der Unterirdische Zoo (2009), die afrikanische Erlebniswelt „Takamanda“ (2010), die nordische Tierwelt „Kajanaland“ (2011) und der Affentempel „Angkor Wat“ (2012). 2014 wurde der Tigertempelgarten im Bereich „Angkor Wat“ eröffnet. Als dritter Bestandteil wurde im Herbst 2017 der „Orang-Utan Dschungeltempel“ in diesem Bereich fertig gestellt. Im Oktober 2018 neu hinzugekommen ist die nordamerikanische Tierwelt „Manitoba“ mit u.a. Hudson-Bay-Wölfen, Schwarzbären, Waldbisons, Stinktieren und Kanadischen Bibern. 2018 besuchten den Zoo Osnabrück 1.015.000 Besucher.